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Stefan Draschan, o.T., Fotografie, 2016, 62x41 cm

Stefan Draschan, o.T., Fotografie, 2016, 62x41 cm

Vor der Kunst.

Bilder einer Ausstellung

27.10.19 - 18.01.20

Eröffnung 27.10.19 - 11:00


Erstmals beschäftigt sich eine Ausstellung mit dem imaginären Raum zwischen Bild und Betrachter, das die Künstler nie nur beschreibend und erzählend gestaltet haben. Intellektuelle, sinnlich-ästhetische Abhängigkeit, Interaktion und existentielle Erinnerung entstehen durch intensive Kunst-Anschauung. Die Welt erlebt eine Explosion der Bilder und Abbilder, die in mehrfach überblendeten Ebenen unsere Augen und Gehirne überfluten.
Mit der Ausstellung sind die Artefakte gemeint, die in den Museen der Welt, den heutigen Kathedralen der Kunst, als Heiligenbilder verehrt und konsumiert werden: touristisch kanalisiert, gelangweilt wahrgenommen oder völlig ignoriert, im Gruppen- oder Einzel-Schnelldurchgang abgeschritten, oder aber im ernsten, intensiven Blickkontakt aus echtem Bildungsinteresse, konzentriert auf den Kanon der Weltkunst! Was geschieht im Metropolitan Museum of Art in New York, im Madrider Museo del Prado, im Louvre in Paris, im Amsterdamer Rijksmuseum oder im Kunsthistorischen Museum in Wien vor den Bildern von Dürer, Tintoretto, Rembrandt, van Gogh oder Monet? Verändert die bildende Kunst den Blick des Menschen auf die Welt, vielleicht sogar zum Positiven? Den ersten Blick auf die (eigene) Kunst hat der Schöpfer selbst. So gesehen ist neben dem Museum, der Galerie, dem öffentlichen Raum, auch das Atelier als „Kabinett der Bilder“ ein zentraler Ort des Kunstbetrachters. Kunst nach Kunst ist immer ein Thema der Künstler, so wie die bildnerische Reflexion über das eigene Tun. Behält das Kunstwerk in der Massenbeschau seine Aura, oder erhöht es sogar im kollektiven Erlebnis Anmutung und Ausdruck?