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Thomas Nolden

Ein Bild sind viele Bilder

06.03.20 - 14.03.20

Eröffnung 06.03.20 - 18:00


Thomas Noldens Bilder durchlaufen viele Metamorphosen bis sie jenen Endzustand erreichen, der sich im Museum, beim Sammler oder in der Galerie präsentiert. Die Zwischenstadien werden verworfen, übermalt und sind unter der letzen Malschicht im fertigen Bild meist nur noch zu erahnen. In dem Leporello „Ein Bild sind viele Bilder“ dokumentiert der Künstler die einzelnen transitorischen Zustände zweier Arbeiten in zwölf Schritten und gibt so einen lebhaften Einblick in die Entstehung seines Bilddenkens. Malerei wird zur Handlung, das fortgesetzte Ringen des Künstlers zeigt sich im Duktus der Figuration. Die besondere Form des Buches ermöglicht es, in intensiven Auseinandersetzungen Beziehungen der Stadien zum Endresultat herzustellen. Der Blick geht „unter die Oberfläche“ und macht die Entstehungsprozesse in der Malerei sichtbar. Wolfgang Ullrich geht in seinem Buchtext auf die Prozesshaftigkeit der Übermalungen ein, und zeigt die Bedeutung, welche diese für das Original haben. Die Kulturhistorikerin Wibke von Bonin thematisiert im Gespräch mit dem Künstler den Prozess der Bildfindung. Das Buch wird zur Eröffnung vorgestellt