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Raumzeichen als Erinnerungsspuren

Ev Loehrs schwebende Papierinstallationen

22.01.20 - 22.02.20

Eröffnung 22.01.20 - 19:00


Loehrs luzide Chiffrensprache wirkt zugleich deutungsoffen und rätselhaft. Neben dem Thema Sprache und Schrift - die Künstlerin fühlt sich der japanischen Kunst nahe - ist die Rückführung des Materials zu seinem Ursprung ein Hauptthema. Viele ihrer Arbeiten lassen an organische Mikrostrukturen denken: hauchzarte Algengewächse, Steinflechten als Urformen floralen Lebens – auch wenn konkrete Assoziationen keineswegs gewollt sind. Im Gegenteil. Unbenennbar, unfixierbar wollen diese Organismen sein. Inspiriert von der strukturellen Vielfalt der Natur, lässt Ev Loehr in ihrer Arbeit persönliche und unpersönliche Erinnerungszeichen, Privates und Universelles ineinander fließen.
Intuitiv ist diese Arbeit, die keinem zeichnerischen Plan, keinem Kalkül folgt, sich aber einem formalen Purismus verpflichtetet weiß. Zu Ihren neueren Arbeiten gehört der Zyklus „Gesichter“, in dem sie aus Alltagsbeobachtungen beeindruckende Charaktere aus Leim und Seidenpapieren formt.