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José Vivenes - Esfinge de Timidez, 2019, Öl auf Leinwand, 94 x 72 cm

José Vivenes - Esfinge de Timidez, 2019, Öl auf Leinwand, 94 x 72 cm

Paradise in Transition

19.06.20 - 30.08.20

Eröffnung 19.06.20 - 17:00


Seit der Moderne lösen sich die Künstler dabei zunehmend von den historischen und biblischen Schilderungen, das Paradies wird immer mehr zum Sehnsuchtsort, an dem die Entfremdung des Menschen in der industrialisierten Welt wieder aufgehoben wird. Zugleich war der Garten Eden längst nicht immer mit der Utopie einer heilen Welt verbunden, der Sündenfall ist ein weiteres zentrales Thema der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Paradies. Der Verlust des Paradises wird gerade seit dem 20. Jahrhundert mit dem Fehlverhalten der Menschen verbunden. Es wird dabei deutlich, dass den sich wandelnden Vorstellungen vom Paradies auch politische und gesellschaftliche Entwicklungen zugrunde liegen.
Seit ihrer Entstehung ist die Vorstellung vom Paradies auch immer mit der Idee des inneren Paradieses verbunden. In Krisenzeiten wird dies oftmals mit einem Rückzug ins Innere in Zusammenhang gesehen, zugleich wird das "Paradies in mir" aber auch mit Traumbildern, versteckten Sehnsüchten und Gelüsten in Verbindung gebracht. Die Vorstellung vom Paradies war und ist immer abhängig von der individuellen Lebenssitutation des Betrachters und dem gesellschaftlichen Kontext, in dem er sich bewegt, so dass sich auch die Rezeption von Paradiesdarstellungen immerzu wandelt. Gerade dies macht den Blick auf die Ausstellung im Moment so spannend.
Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler: Starsky Brines, Björn Drenkwitz, Jonny Green, Florian Heinke, Dimitri Horta, Sam Jackson, Carolein Smit, José Vivenes

Galerieferien: 06.07.2020 - 22.07.2020