«ZURÜCK
<div>Marianna Simnett - Blood In My Milk, 2018, Courtesy the artist and Jerwood / FVU Awards</div>

Marianna Simnett - Blood In My Milk, 2018, Courtesy the artist and Jerwood / FVU Awards

Marianna Simnett

27.10.18 - 31.03.19


Der medizinische, technologische und pharmakologische Eingriff in den menschlichen wie den tierischen Körper und die damit verbundenen ökonomischen, sozialen und patriarchalen Machtstrukturen bilden das dominante Narrativ in Simnetts Arbeit. Die kulturellen wie ideologischen Grenzen, an welche die Figuren ständig stoßen, sind zwar unsichtbar, doch nicht minder gewaltsam. Die permanente Kontrolle, die alle auf alle und das Selbst auf das Selbst ausüben, lässt ein rigides System mit bedingtem Kontrollverlust entstehen, aus dem es unmöglich ist, unbeschadet zu entkommen. Simnetts Figuren suchen ihre Freiheit dort, wo sie, aus einer Position der Ohnmacht heraus, zum Handeln gezwungen sind, aber zugleich nicht handeln können. Sie agieren drastisch, irrational, gewaltsam. Ihre Körper werden zum Verhandlungsfeld, das erst sukzessive im Laufe des Films zurückerobert wird.