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<div>Karl Heidelbach - Denker, 1985, Öl auf Leinwand, 220 x 150 cm, Foto: Alexander Beck</div>

Karl Heidelbach - Denker, 1985, Öl auf Leinwand, 220 x 150 cm, Foto: Alexander Beck

Karl Heidelbach

28.03.19 - 11.05.19

Eröffnung 28.03.19 - 19:00


Geprägt von der Neuen Sachlichkeit und durch seine Bekanntschaft mit Otto Dix, als dessen Schüler er sich sah, ist Heidelbach entgegen den Tendenzen zu Informel und Abstraktion dem realistischen Malstil auch nach 1945 treu geblieben. Motivisch geben die Werke Zeugnis von seiner Zeitgenossenschaft zu Surrealismus und Pop-Art: Er hat puppenartige Wesen ersonnen, die aus Dosen, Verpackungen und Alltagsgegenständen bestehen. Als Assemblagen werden sie malerisch zum Leben erweckt. Ursprünglich seinen Schülern zur Anregung der Phantasie als Aufgabe gestellt, indem er sie aus am Rheinufer gefundenem Abfall Figuren basteln ließ, markierten diese Gemälde einen Wendepunkt in seinem Œuvre. 

Als zweite Werkreihe werden in der Galerie-Ausstellung belebte Stadtlandschaften und Menschenbilder präsentiert. Diese Motive entspringen der genauen Beobachtung des Alltags. Menschen werden in alltäglichen Situationen gezeigt. Diese Gemälde geben ein Spiegelbild der siebziger, achtziger und neunziger Jahre – Gegenstände, Kleidung, Autos der Zeit sind die Zutaten; dazu die Menschen, mit ausdruckslosen Gesichtern ihren Weg gehend oder wartend, oft ähnlich der Puppen in den undefinierten Raum gestellt.