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Jue Löffelholz

Ebenda.

12.09.19 - 26.09.19

Eröffnung 12.09.19 - 19:00


Die Gleichzeitigkeit und Deckungsgleichheit, der Punkt der Verschmelzung von Phänomenen, Sinnzuschreibungen (mein erster Ausdruck war: die Zeitgleiche, dann habe ich mich zensiert und durch den Begriff »Gleichzeitigkeit« ersetzt). Der erste Eindruck ist die zweite Chance. Da gibt es kein Was ist zuerst da?, keine Ursache, keine Wirkung. Die Wirkung ist die Ursache und umgekehrt. Herkömmliche Denkkategorien wie Logik und Systematik sind aufgehoben. Man sieht etwas, dem zugleich nicht nur etwas anderes, sondern unendlich viel anderes innewohnt. Es ist jener Kippmoment, den Jues Arbeiten einfangen, jenes Kippmoment, welches einen jeden Gedanken, jede Materialität, jedwede Form von Textur in seiner/ihrer Fragilität auszeichnet. Dieses Moment ist transitorisch: das Wahrzunehmende ist in Bewegung und kann daher weder definiert noch zum Objekt erklärt werden. Es verwandelt sich ständig in den Augen des Schaffenden wie des Betrachters. Das Kunstwerk als solches ist dabei sehr konkret und auf den Punkt, weil es nur den einen Kippmoment geben kann, in dem alles zusammenfällt.
C. Tetzel