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<div>Hideaki Yamanobe - Scratch No. 2018-2, 2018, Acryl auf Nessel, 170 x 210 x 4 cm.&nbsp;Foto: Galerie Friedrich Müller</div>

Hideaki Yamanobe - Scratch No. 2018-2, 2018, Acryl auf Nessel, 170 x 210 x 4 cm. Foto: Galerie Friedrich Müller

Hideaki Yamanobe

Arbeiten auf Leinwand und Papier

07.09.18 - 06.10.18

Eröffnung 07.09.18 - 18:00


Hideaki Yamanobe (*1964) beherrscht die Kunst, mit einfachen Mitteln ein Höchstmaß an malerischer Wirkung zu erzeugen und bei den Betrachtern seiner Gemälde sowohl das Auge das auch die Vorstellungskraft zu aktivieren. Obwohl seine – mit wenigen Ausnahmen – ganz auf Weiß-, Schwarz- und Grauwerte beschränkte Malerei nichtgegenständlich und ganz aus dem prozesshaften Auftragen und Strukturieren diverser Acrylfarbschichten heraus entwickelt ist, rufen Yamanobes Bilder in der Betrachtung doch immer wieder gewisse landschaftliche Assoziationen hervor. Bei einer langen und aufmerksamen Beschäftigung mit seinen Bildwelten gewinnt man oftmals den Eindruck, dass hinter Nebelschleiern oder dichtem Schneetreiben Landschaftselemente wie Berge oder Wälder aufzutauchen scheinen, die sich aber im Erscheinen zugleich wieder entziehen. Bildtitel wie „Voice of the Forest“ oder „Sudden Rain“ verstärken noch die Naturanmutung; vertikale Ritzungen in den Farboberflächen dieser Bilder lassen an Baumreihen oder an strömenden Regen denken, bleiben aber doch autonome Formen. Das Unbestimmte und Ungreifbare in Yamanobes Gemälden macht ihre anhaltende Faszination aus, ihre Offenheit fordert eine geduldige, kontemplative Betrachterhaltung.