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Hannah Ryggen, Ohne Titel (Selbstbildnis), 1970, Nordenfjeldske
Kunstindustrimuseum (Nationales Museum für Kunsthandwerk und
Design), Trondheim © H. Ryggen / VG Bild-Kunst, Bonn 2019,
Foto: Thor Nielsen

Hannah Ryggen, Ohne Titel (Selbstbildnis), 1970, Nordenfjeldske Kunstindustrimuseum (Nationales Museum für Kunsthandwerk und Design), Trondheim © H. Ryggen / VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Thor Nielsen

Hannah Ryggen

Gewebte Manifeste

26.09.19 - 12.01.20


Von einem kleinen autarken Bauernhof an der Westküste Norwegens aus schuf Hannah Ryggen (1894–1970) mit ihren monumentalen Wandteppichen ein eindrucksvolles, politisch inspiriertes Werk. Sie lancierte bildliche Angriffe auf Hitler, Franco und Mussolini und setzte sich damit deutlich vernehmbar für die Opfer von Faschismus und Nationalsozialismus ein.
In den rund 25 gezeigten Tapisserien greift Ryggen grundlegende Themen des Menschseins und des Lebens in der Gesellschaft auf: die Gräueltaten des Krieges, Machtmissbrauch, die Abhängigkeit von der Natur und die Verbindungen zu Familie und Mitmenschen. Viele der Werke befassen sich mit den Ereignissen und politischen Auseinandersetzungen im Europa der 1930er- und 1940er-Jahre und spiegeln zugleich die sozialistischen Überzeugungen der Künstlerin. Die Ausstellung präsentiert Ryggens monumentale Tapisserien und stellt die Künstlerin auch als Vertreterin einer anderen Art von Moderne vor – einer Moderne, in der sich Elemente aus Volkskunst und Mythologie mit politischen Anliegen und Themen des alltäglichen Lebens mischen.