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<div>Gunilla Jähnichen – Afterparty, Öl auf Leinwand, 180 x 220 cm. © Gunilla Jähnichen/VG Bild-Kunst Bonn</div>

Gunilla Jähnichen – Afterparty, Öl auf Leinwand, 180 x 220 cm. © Gunilla Jähnichen/VG Bild-Kunst Bonn

Gunilla Jähnichen

22.06.18 - 21.07.18

Eröffnung 22.06.18 - 18:00


Gunilla Jähnichens Malerei spielt sich abseits des Alltragstrubels in eher intimen Umgebungen ab und zeigt immer wieder vertraute emotionale Grundsituationen, die von ‚niedlich‘ und ‚hintergründig‘ bis hin zu ‚fies‘ reichen können. So steht die „Afterparty“ symptomatisch für die stillen, aber nicht weniger rätselhaften Momente des Lebens. Die Konstellation der Figuren, der Gegenstände und des Raums geben einen beziehungsreichen Moment einer Erzählung wieder, der subtil zwischen Humor und Welterkundung changiert. Auch die emotionale und intellektuelle Haltung des Betrachters wird angesprochen. Gunilla Jähnichen nutzt die vielleicht naiv  oder illustrativ anmutende Erscheinung der Arbeiten bewusst als Stilmittel. Eine anscheinend ‚harmlose‘ Darstellungsweise bietet ihr die Möglichkeit, komplexe Inhalte auf ihre Substanz abzuklopfen und schafft so eine bewusste Irritation zwischen Inhalt und Ausdrucksweise.

Im Laufe der Jahre hat sich Gunilla Jähnichen ein Repertoire an Figuren geschaffen, die immer wieder in ihren Werken auftauchen. Man erkennt in ihnen unverkennbar die eigene Handschrift der Künstlerin. Es fällt jedoch schwer, sie in feste Kategorien zu stellen oder sie unmissverständlich zu deuten. Recht neu in ihrem Werk sind die bohnen- bzw. wolkenförmigen Wesen, auf die vielfältige Eigenschaften reflektiert werden können: Mal fletschen sie die Zähne, mal kuscheln sie oder schieben sich in den Raum. Zusammen mit symbolhaft aufgeladenen Motiven wie stilisierter Hahnenfuß und Sonnenfinsternisse schaffen sie anregende Szenarien und Ausblicke, die an Träume und magische Momente denken lassen – die paradoxerweise auch zur Reflexion auffordern.