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Porträt Ernst Moritz Engert beim Scherenschnitt, Berlin 1930er Jahre
© VG Bild-Kunst Bonn

Porträt Ernst Moritz Engert beim Scherenschnitt, Berlin 1930er Jahre © VG Bild-Kunst Bonn

Ernst Moritz Engert und die Darmstädter Sezession

Der Bogenschütze als Emblem der Avantgarde zum hundertsten Gründungsjubiläum der Künstlergruppe

08.09.19 - 13.12.19


Der Silhouettenschneider Ernst Moritz Engert (1892-1986) war ein großer Kommunikator und Vermittler zwischen den Kunstszenen: als junger Mann gehörte er zu den Bohèmekreisen von München, Berlin, Bonn und Darmstadt, knüpfte eifrig Kontakte, nahm an Ausstellungen teil, inszenierte Schattentheater und ging seinen literarischen Neigungen nach. Er schrieb für verschiedene Zeitschriften, war gesuchter Porträtist, arbeitete als Buchillustrator und Bühnenbildner.
1919 kam er nach Darmstadt und wohnte bei seinem Freund, dem Dichter Hans Schiebelhuth, den er bereits 1912 in München kennengelernt hatte. Engert war 1919 Mitbegründer der Darmstädter Sezession und nahm an allen großen Ausstellungen der Künstlergruppe teil. Mit dem Signet des „Bogenschützen“ schuf er ein signifikantes Zeichen für die neugegründete Darmstädter Sezession. Sein Silhouettenschnitt „Judith“ schmückte das erste Heft der spätexpressionistischen, politischen Zeitschrift „Das Tribunal“, die Carlo Mierendorff 1919 in zwei Jahrgängen herausgab.