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Zehra Doğan - Untitled, 2017, Courtesy und ©: die Künstlerin, Foto: Jef Rabillon

Zehra Doğan - Untitled, 2017, Courtesy und ©: die Künstlerin, Foto: Jef Rabillon

Der Kunst ihre Freiheit

Zehra Doğan

23.01.20 - 08.03.20

Eröffnung 23.01.20 - 18:00


Unter dem zweiten Teil der Wiener Maxime Der Kunst ihre Freiheit ist die erste Einzelausstellung in Deutschland der kurdischen Journalistin und Künstlerin Zehra Doğan (*1989, Diyarbakır, Türkei) mit einer umfangreichen Auswahl an Arbeiten aus zwei Schaffensperioden zu sehen. Nachdem Zehra Doğan 2016 wegen einem Gemäldes, das die von der türkischen Armee zerstörte Stadt Nusaybin darstellt, und der auf Social Media geteilten Nachricht eines 10-jährigen Kindes verhaftet wurde, sind die Werke der Cladestine Days (2017) nach ihrer Entlassung aus der fünfmonatigen Untersuchungshaft entstanden. Während dieser Zeit war sie in Istanbul untergetaucht. Nach der anschließenden Verurteilung wegen angeblicher terroristischer Propaganda im Juli 2017 arbeitete die Künstlerin unter noch weitaus schwierigeren Bedingungen auch im Gefängnis von Diyarbakir (2017-2018) heimlich weiter. Mit ihren Gemälden und Zeichnungen tritt Zehra Doğan für Presse- und Meinungsfreiheit ein und dokumentiert mit künstlerischen Mitteln die aktuelle Lage in der Türkei. Während ihr im Gefängnis der Zugang zu Malfarben verwehrt blieb, nutzte sie Kartonage, Bettlaken, Menstruationsblut und Speisereste, um ihre künstlerische Arbeit fortführen zu können. So reflektieren die Werke aus dieser Zeit auch durch ihre Materialität den Zustand der Unterdrückung und Zensur sowie Wege des Widerstands dagegen.