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<div>Bruno Gironcoli, Ohne Titel, 2001, Eisen, Holz, Kunststoff, 230 x 260 x 230 cm, Gironcoli Museum, Herberstein, © the Estate Bruno Gironcoli, Foto: Hans Christian Krass</div><div></div>

Bruno Gironcoli, Ohne Titel, 2001, Eisen, Holz, Kunststoff, 230 x 260 x 230 cm, Gironcoli Museum, Herberstein, © the Estate Bruno Gironcoli, Foto: Hans Christian Krass

Bruno Gironcoli

Prototypen einer neuen Spezies

14.02.19 - 12.05.19


Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert vom 14. Februar bis 12. Mai 2019 in einer eindringlichen Ausstellung eine Auswahl monumentaler Skulpturen aus dem Spätwerk des Künstlers Bruno Gironcoli (1936–2010). Der Österreicher gilt als einer der wichtigsten Bildhauer seiner Generation. In seiner persönlich gefärbten, individuellen Bildsprache schuf er ab den frühen 1960er-Jahren in einer schier nicht enden wollenden erfinderischen Unersättlichkeit ein sehr eigenwilliges, singuläres Œuvre. Mit immer neuen Werkgruppen gelang es ihm, eine jeweils unverkennbare, überraschende Sprache zu finden.

Nacheinander entstanden Drahtplastiken, Hohlkörperformen, Polyesterobjekte und irritierende Environments. Der Mensch mit seinen Abgründen befand sich dabei im Zentrum der künstlerischen Arbeit Gironcolis. Existenzielle Fragen und einen durchaus politisch motivierten Avantgardegedanken teilte er mit den Kollegen der Wiener Szene. Gironcolis Ästhetik der Maßlosigkeit und der Opulenz, die ständig Wucherungen und Schnörkel ausbildete, hat unzählige jüngere Künstler inspiriert, darunter auch ehemalige Schüler wie Franz West, Hans Schabus oder Ugo Rondinone.