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IG-Farben-Haus XIX, 1996, Farbfotografie, gerahmt, 242 x 162 cm<br /> Courtesy: Galerie Bärbel Grässlin, Frankfurt am Main

IG-Farben-Haus XIX, 1996, Farbfotografie, gerahmt, 242 x 162 cm
Courtesy: Galerie Bärbel Grässlin, Frankfurt am Main

Günter Förg

DAS IG-FARBENHAUS / ARCHITEKT HANS POELZIG 1928 – 1930, 1996

05.06.14 - 17.07.14

Eröffnung 04.06.14 - 20:00


Die 22 Fotografien des IG-Farben Hauses von Günter Förg aus dem Jahr 1996 zeigen die Innenräume und die Fassade eines verlassenen, menschen-leeren Ortes im Zustand des Über-gangs. In blassen Farben führen Detail-ansichten die geometrisch gerasterte Fassade und die konvex-konkaven For-men des Baus in ihrer Abstraktion vor. Im Zentrum stehen die Spannungen zwischen architektonischer Form und fotografischer Darstellung, zwischen Abstraktion und subjektiver Kamera-perspektive. Der repräsentierte Raum der Fotografien kann immer auch als flächige geometrische Anordnung gesehen werden. Gleichermaßen lagert sich in diesen Bildern leerstehender Architektur das Betrachterwissen um deren historischen Hintergrund ab – als Firmenzentrale der I.G. Farben und Monument des industrialisierten Völkermordes.

Gefördert von der DZ BANK Kunstsammlung
und der Galerie Bärbel Grässlin, Frankfurt am Main.

Revolutionäres Archiv. Crime – Terror –Riots. Banküberfall, 1973 – 2011<br />DZ BANK Kunstsammlung

Revolutionäres Archiv. Crime – Terror –Riots. Banküberfall, 1973 – 2011
DZ BANK Kunstsammlung

Jochem Hendricks

Revolutionäres Archiv. Crime – Terror – Riots, 1973 - 2011

24.04.14 - 29.05.14

Eröffnung 23.04.14 - 20:00


Der Frankfurter Konzeptkünstler Jochem Hendricks setzt sich in seiner Arbeit „Revolutionäres Archiv. Crime – Terror – Riots“ mit Überwachung und Bildarchiven auseinander.
Die Studiengalerie zeigt Fotoserien aus dieser Arbeit: Polizeifotos eines Bank-überfalls, die Räumung eines besetzten Hauses und Aufnahmen einer Demon-stration, alle aus den 1970er Jahren. Die Abzüge fertigte die Fotografin Magdalena Kopp an, ein ehemaliges Mitglied der Frankfurter Revolutionä-ren Zellen. Hendricks' Arbeit kehrt damit nicht nur die Situation von Beobachtern und Beobachteten um. Seine Anverwandlung des Polizei-materials ermöglicht Beobachtungen zweiter Ordnung: eine Beobachtung der Beobachtung, die auch den heutigen Betrachters einschließt und zeigt, durch welche Art von Dokumenten unser heutiges Bildwissen von der 68er- und RAF-Zeit geprägt ist.

Gefördert von der DZ BANK Kunstsammlung.

Staged Archive, 2008, Digital Video (DVCPro 50), 9 min, © Maryam Jafri

Staged Archive, 2008, Digital Video (DVCPro 50), 9 min, © Maryam Jafri

Maryam Jafri

Staged Archive

19.12.13 - 13.02.14

Eröffnung 18.12.13 - 20:00


Begrüßung: Dr. Henning Engelke
Einführung: Beatris Wakaresko & Alix d‘Albon, Mirjana Mladenovic
Ort: Campus West, IG-Farben-Haus, 1. OG rechts

Maryam Jafri inszeniert in dem Film 'Staged Archive' (Digital Video, DVCPro 50, 9 min.) eine traumartig verfremdete Gerichtsverhandlung über einen Mord, der in der kolonialen Vergangenheit der heutigen Republik Ghana stattgefunden hat.
Der Film verbindet eine inhaltliche mit einer formalen Reflexionsebene. Er zeigt, wie das Nachdenken über kollektive Erinnerung an historische Schuld mit der kulturellen Autorität von Bildmedien und Bildarchiven verwoben ist.
Staged Archive ruft verschiedene Filmgenres und mediale Gattungen auf: Film Noir, Roadmovie und europäisches Autorenkino. Die surreale Szenerie zitiert die utopische Welt von Rainer Werner Fassbinders Querelle (1982) und die phantasmagorische Rauminszenierung im Epilog seines Opus Magnum Berlin Alexanderplatz (1979/80). Der Protagonist, der abwechselnd als Kind und Erwachsener auftritt, ist zugleich Zuschauer und Angeklagter, der dargestellte Gerichtsraum gleicht einer Theaterkulisse, die Vorstellung einer linear ablaufenden Zeit zersetzt sich in unwirklichen Bildern.

Die 1972 in Pakistan geborene Künstlerin Maryam Jafri lebt und arbeitet in Kopenhagen
und New York.  Sie war an zahlreichen internationalen Ausstellungen (unter anderem der Manifesta 9) beteiligt. In Deutschland waren ihre Arbeiten zuletzt im Neuen Berliner Kunstverein und im Bielefelder Kunstverein zu sehen.

Eine Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum, wo im Rahmen der Ausstellung  "Fassbinder – JETZT"  (30.10.2013 - 01.07.2014) derzeit eine Arbeit von Maryam Jafri zu sehen ist, in der sie Aspekte der Filme Rainer Werner Fassbinders aufgreift.

YOU'RE THE STRANGER HERE, 2009, S-VHS, digitalisiert, video still, 17 min, © Tom Geens

YOU'RE THE STRANGER HERE, 2009, S-VHS, digitalisiert, video still, 17 min, © Tom Geens

Tom Geens

You’re The Stranger Here

07.11.13 - 11.12.13

Eröffnung 06.11.13 - 20:00


Begrüßung: Prof. Dr. Bernhard Jussen
Einführung: Lena Martin, Jannik Konle

Tom Geens‘ Film "You’re The Stranger Here" (S-VHS, digitalisiert, 17 min.) ist eine Studie über die Verhaltensmechanismen von Individuen in einem dystopischen Gewaltregime.
Die Protagonistin Margot wird durch eine Krankheit Teil einer vom System verfolgten Minderheit und entgleitet in einen Zustand konstanter Angst und Verzweiflung. Geens schildert den Niedergang ihrer Familie im repressiven System in drastischen Szenen und benutzt dazu – ganz ähnlich wie Rainer Werner Fassbinder in der Mitte der 1970er Jahre – melodramatische Erzählweisen in verfremdeter Form. Wie Fassbinder zeigt er die Familie nicht nur als Spiegel eines staatlichen Unterdrückungssystems. Vielmehr reproduziert sich die Kultur der Angst und Gewalt zuallererst in den persönlichen Beziehungen.
Ausgezeichnet als 'Best Film' auf dem London Short Film Festival 2010, wird der Film nun erstmals in Deutschland gezeigt.

Der belgische Filmemacher Tom Geens lebt und arbeitet in London.

Eine Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum, wo im Rahmen der Ausstellung  "Fassbinder – JETZT"  (30.10.2013 - 01.07.2014) derzeit eine Arbeit von Tom Geens zu sehen ist, in der sie Aspekte der Filme Rainer Werner Fassbinders aufgreift.