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Globale Gleichzeitigkeiten

Die Sammlung des MMK im Dialog mit lateinamerikanischer Kunst der 1960er - und 70er-Jahre

25.11.17 - 02.04.18

Eröffnung 24.11.17 - 20:00


Für eine der größten Ausstellungen in der Geschichte des Hauses kooperiert das MMK im Rahmen des Programms „Museum Global“ der Kulturstiftung des Bundes mit dem Museo de Arte Moderno de Buenos Aires (MAMBA). Idee und Ziel dieser Ausstellung ist es, auf der Basis der Zusammenarbeit und des Austausches mit dem MAMBA Hauptwerke aus der Sammlung des MMK auf allen Ausstellungsebenen des MMK 1 in einen vertiefenden und befruchtenden Dialog mit Schlüsselwerken lateinamerikanischer Kunst zu bringen. Nach der Präsentation im MMK wird die Ausstellung im folgenden Jahr in Buenos Aires zu sehen sein.
Das MMK verfolgt seit einigen Jahren in seinem Ausstellungsprogramm und in seiner Sammlungspolitik die Öffnung und Erweiterung auf nicht-westliche Positionen der internationalen Gegenwartskunst und untersucht kritisch die veränderten sozialen, politischen und ökonomischen Bedingungen in einer globalisierten Welt. Die wechselseitige Perspektive aus zwei Kontinenten und Kulturen birgt die Möglichkeit einer veränderten Wahrnehmung der eigenen Sammlung.

Carolee Schneemann: For Yvonne Rainer’s Ordinary Dance (from the Fire-series), 1962. Courtesy Carolee Schneemann, VG Bild-Kunst, Bonn 2017<br /><br />

Carolee Schneemann: For Yvonne Rainer’s Ordinary Dance (from the Fire-series), 1962. Courtesy Carolee Schneemann, VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Carolee Schneemann

Kinetische Malerei

31.05.17 - 24.09.17

Eröffnung 30.05.17 - 20:00


Als Pionierin der Performance-Kunst ist Schneemann in die Geschichte der Kunst eingegangen. Ihre Arbeiten über Geschlechterrollen, Sexualität und die Verwendung des Körpers in der Kunst sind von wegweisendem Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen. Das MMK präsentiert in dieser Werkschau Schneemanns berühmte Arbeiten und Performances gleichzeitig mit bisher noch nie oder selten gezeigten Werken und rückt damit neue Facetten ihres künstlerischen Wirkens in den Fokus. Ausgehend von Schneemanns früher Landschafts- und Portraitmalerei aus der Mitte der 1950er-Jahre, die sich zu objekthaften „Gemälde-Konstruktionen“ entwickelt, wird die Rolle von Malerei in Verbindung mit ihren Performances, Choreografien und experimentellen Filmarbeiten untersucht.
Der Wunsch, die Malerei über die Leinwand hinauszutragen und zugleich Schöpferin und Darstellerin ihrer Bilder zu sein, führte zu einer hybriden Form von Performance und Fotografie, in der sie ihren Körper maßgeblich einbrachte. In zahlreichen Arbeiten setzte sich Schneemann speziell mit dem weiblichen Körper im historischen und gesellschaftlichen Kontext auseinander und untersuchte Lust und Erotik aus einer weiblichen Sichtweise.

Claudia Andujar

Morgen darf nicht gestern sein

18.02.17 - 25.06.17

Eröffnung 17.02.17 - 19:00


Erstmals in Europa gibt diese Ausstellung einen umfangreichen Einblick in das fotografische Werk der in Brasilien lebenden Künstlerin Claudia Andujar (*1931 in Neuchâtel, Schweiz). Im Rahmen ihres aktivistischen Engagements zum Schutz der Yanomami, Brasiliens größter indigener Volksgruppe, entstand in den 1970er-Jahren ihre bedeutende Serie „Marcados“ (dt. „Die Markierten“). Diese Porträts waren für die Künstlerin der Beginn einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit der Kultur der Yanomami. Neben der umfangreichen Serie „Marcados“ präsentiert die Ausstellung fotografische Werkgruppen von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart.
Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der anhaltenden Proteste in Brasilien und der kürzlich verkündeten Klima-Ziele des Landes zeichnet sich Andujars Werk bis heute durch eine hohe Aktualität und Brisanz aus.

Ed Atkins

Corpsing

03.02.17 - 14.05.17

Eröffnung 02.02.17 - 19:00


Ed Atkins gilt als Pionier einer jungen Künstlergeneration, die mittels digitaler Bildtechnik, eine immersive und hyperreale Bildwelt erschafft und in dieser artifiziellen Parallelwelt über existentielle Fragen des Menschseins im digitalen Zeitalter reflektiert. Seine Arbeiten beleuchten damit eine allgemeine gesellschaftliche Entwicklung, die das etablierte Selbstverständnis des Subjekts grundlegend in Frage stellt.
Atkins hat in den letzten Jahren einen einzigartigen Werkkomplex aus textbasierten, performativen und installativen Videoarbeiten geschaffen. Er kreiert einen virtuellen Protagonisten – eine Art Alter Ego –, der in seinen Werken immer wieder auftaucht und dessen Profil er kontinuierlich weiterentwickelt. Diese digital generierte Figur pendelt zwischen Hyperrealität und radikaler Künstlichkeit und erlebt existentielle Zustände wie Einsamkeit, Entfremdung, Tod oder Erkrankung. Pseudorealistisch konstruiert und dynamisch geschnitten wirken die computergenerierten high definition Bilder mit ihrer intensiven Visualität als umfassendes emotionales Raum- und Klangerlebnis auf die Besucher ein.

Fiona Tan, Nellie, 2013 (Still), Courtesy the artist and Frith Street Gallery, London

Fiona Tan, Nellie, 2013 (Still), Courtesy the artist and Frith Street Gallery, London

Fiona Tan

17.09.16 - 15.01.17

Eröffnung 16.09.16 - 20:00


Fiona Tan hat das Erdgeschoss des MMK 1 in einen Parcours verwandelt, auf dem sich Videoprojektionen, Audio- und skulpturale Arbeiten zu einer dichten Reflexion über das Individuum in einer aus den Fugen geratenden globalisierten Welt verbinden. Zentrale Fragen zur  Identität des Menschen im 21. Jahrhundert werden dabei aufgeworfen: Wie sehen wir uns selbst und was bestimmt unsere Perspektive auf das Andere? In filmisch eindrucksvollen Bildern und Installationen erzählt Tan davon, wie die eigene Erinnerung unser Verständnis von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft prägt. In ihren Bildwelten lösen sich die Grenzen zwischen persönlichem und kollektiven Gedächtnis, Innen und Außen, Fiktion und Wirklichkeit auf.