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<div>Cady Noland - Gibbet, 1993–1994, Courtesy The Brant Foundation, Greenwich, Connecticut, USA</div>

Cady Noland - Gibbet, 1993–1994, Courtesy The Brant Foundation, Greenwich, Connecticut, USA

Cady Noland

27.10.18 - 31.03.19


Gewalt findet in der Moderne ihren Ausdruck nicht allein im sozialen Handeln, sondern auch in allgegenwärtigen Objekten, Anlagen und urbanen Strukturen. Die Härte der Aggression formiert sich in Formgebung wie Material. Die geometrische Strenge suggeriert Funktionalität, das zurückgeworfene Licht der metallischen Oberflächen schafft Distanz. Form, Glanz und Härte der widerständigen Materialien bezeugen Stärke und Macht und verleihen den Gegenständen eine unmittelbare Brutalität.

Cady Noland (* 1956) legt in ihren Arbeiten jene Gewalt frei, die uns in Szenarien der räumlichen wie ideologischen Grenzziehung tagtäglich begegnet. Damit entblößt sie die vermeintliche Neutralität von Material und Form. Die scheinbar scharfe Trennung zwischen Objekten und Subjekten verschwimmt, die unablässigen Wechselwirkungen werden evident.

Martin Kippenberger - The Modern House of Believing or Not, 1985. © Estate Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne, Foto: Axel Schneider

Martin Kippenberger - The Modern House of Believing or Not, 1985. © Estate Martin Kippenberger, Galerie Gisela Capitain, Cologne, Foto: Axel Schneider

Soziale Fassaden

Ein Dialog der Sammlungen des MMK und der DekaBank

30.05.18 - 09.09.18


Der Titel der Ausstellung „Soziale Fassaden“ ist einer Arbeit von Isa Genzken aus der Sammlung der DekaBank entlehnt. Er steht darüber hinaus auch für oft idealisierte gesellschaftspolitische und soziale Konstruktionen, die in den Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler als Trugbilder enthüllt werden. In Zeiten eines tiefgreifenden Wandels, der mit grenzübergreifenden Problemen wie Umweltverschmutzung, neuen zivilisatorischen Herausforderungen durch Urbanisierung und überholten kulturellen Idealbildern einhergeht, stellt die Ausstellung Fragen nach dem künstlerischen Umgang mit diesen Phänomenen. Die präsentierten Arbeiten legen offen, was hinter der Fassade des schier grenzenlosen Fortschrittsgedankens der Globalisierung passiert. So deckt etwa die Künstlerin Sarah Morris in ihrem Film „Beijing“ (2008), der während der perfekt inszenierten Olympischen Spiele entstanden ist, die tiefgreifenden Veränderungen der chinesischen Gesellschaft auf, die sich seit der Öffnung des Landes gen Westen abzeichnen. Dabei entwirft sie ein feinfühliges Porträt eines neokapitalistischen Staates in einer Phase zwischen extremer Selbststilisierung und Kontrollsucht

<div>Cao Fei, Haze and Fog, 2013 - Courtesy of the artist and Vitamin Creative Space</div>

Cao Fei, Haze and Fog, 2013 - Courtesy of the artist and Vitamin Creative Space

RAY 2018

EXTREME. NOMADS

24.05.18 - 09.09.18


Mit Werken von Cao Fei, Richard Mosse und Paulo Nazareth nimmt die Ausstellung Formen nomadischer Existenz in den Blick, die durch politische und ökonomische Entwicklungen unserer Zeit bedingt sind. Extrem sind nicht nur die individuellen und gesellschaftlichen Folgen der Globalisierung, welche die von drei Kontinenten stammenden Künstlerinnen und Künstler untersuchen. Auch ihre künstlerischen Strategien erweisen sich als Grenzgänge.

Lygia Page - Divisor, 2010. © Projeto Lygia Page, Courtesy Projeto Lygia Pape and Hauser &amp; Wirth

Lygia Page - Divisor, 2010. © Projeto Lygia Page, Courtesy Projeto Lygia Pape and Hauser & Wirth

A Tale of Two Worlds

Experimentelle Kunst Lateinamerikas der 1940er- bis 80er-Jahre im Dialog mit der Sammlung des MMK

25.11.17 - 02.04.18


Während die europäischen und nordamerikanischen Arbeiten aus der Sammlung des MMK den 1960er- und 70er-Jahren entstammen, umfasst die in „A Tale of Two Worlds“ präsentierte Kunst Lateinamerikas einen längeren Zeitraum: die ältesten Werke entstanden 1944, in jenem Jahr, in dem Anhänger der Konkreten Kunst in Argentinien erstmals eine Ausstellung organisierten; die jüngsten Werke stammen aus den späten 1980er-Jahren, die das Ende der letzten Militärdiktaturen Lateinamerikas markierten. Mit der Gegenüberstellung zahlreicher Avantgarde-Werke lateinamerikanischer, europäischer und US-amerikanischer Künstler wird der Versuch unternommen, den Wendepunkt zwischen moderner und zeitgenössischer Kunst festzumachen. In den Fokus rücken dabei vor allem die treibenden Kräfte hinter diesem Wandel, welcher das Ende der Ära der Moderne einläutete. Gegenseitige Sympathien, gemeinsame Interessen und intellektuelle Verbindungen unter Künstlern aus verschiedenen Teilen der Welt werden ebenso beleuchtet wie Herausforderungen und Spannungen, die der kulturelle Austausch zwischen Regionen mit unterschiedlichsten geschichtlichen Hintergründen mit sich bringt.

Sara Cwyna - Soft Film, 2016. Filmstill. © 2016 Sara Cwynar

Sara Cwyna - Soft Film, 2016. Filmstill. © 2016 Sara Cwynar

Sara Cwyna - Soft Film

Baloise Kunst-Preis im MMK

29.09.17 - 05.11.17


In ihrem Film sammelt, ordnet und archiviert die Künstlerin auf Ebay gekaufte ausrangierte Objekte sowie in einem Second-Hand-Geschäft erworbene Fotografien nach Farbe, Material und inhaltlicher Bedeutung. Sie interessiert sich für das Leben dieser Gegenstände, das durch die Möglichkeiten des Internets an Vielfalt gewonnen hat.

Sara Cwynar gibt über die gesammelten Gegenstände nicht nur Einblicke in die Designgeschichte, vielmehr möchte sie die politischen Gegebenheiten und deren Wandel beleuchten, mit denen diese verknüpft sind. Ihr Interesse geht dabei von der Frage aus: Warum sollte sich jemand um ausrangierte Dinge kümmern? Warum solltest du dich darum kümmern und warum tue ich es? Und in welchen Kraftfeldern, in welchen Systemen sind all diese Dinge gefangen?