«ZURÜCK
Jeff Wall - Burrow, 2004. © Jeff Wall, Foto: Axel Schneider

Jeff Wall - Burrow, 2004. © Jeff Wall, Foto: Axel Schneider

Image Profile

Aspekte des Dokumentarischen in der fotografischen Sammlung des MMK

23.03.18 - 29.07.18


Mit der Ausstellung hinterfragt das MMK die Prägung unserer Bildfähigkeit durch die Medien. Die Sammlungspräsentation im MMK 2 zeigt ein vielfältiges Spektrum aktueller Ausdrucksformen von gesellschaftspolitischer Reportage-Fotografie bis hin zu Aspekten subjektiver, konzeptueller oder inszenierter Fotografie. Thematisch umkreist die Werkauswahl für diese Ausstellung vor allem die gesellschaftlichen Krisen unserer Gegenwart, die von aktuellen Kriegsschauplätzen im Werk von Anja Niedringhaus über den intimen Blick Larry Clarks auf seine eigene Generation vor dem Hintergrund des Vietnamkrieges in der Serie Tulsa bis hin zur Frage der schier grenzenlosen technischen Manipulierbarkeit der Wirklichkeit in Thomas Demands Rauminstallation Klause I-V reichen.

Teresa Margolles - Catafalco, 1997, Courtesy Teresa Margolles, Foto/photo: Axel Schneider

Teresa Margolles - Catafalco, 1997, Courtesy Teresa Margolles, Foto/photo: Axel Schneider

I Am a Problem

Inszeniert von Ersan Mondtag

23.09.17 - 18.02.18


Selfie-Hype, Veggie-Boom, Schönheits-OPs und Fitnesswahn: Was ist eigentlich unser Problem? In Zeiten von grotesker Selbstoptimierung und allgegenwärtigem Leistungsdruck zeigt die Ausstellung „I AM A PROBLEM“ die Diversität aktueller Identitätsentwürfe in unserer Gesellschaft.
Inszeniert von dem gefeierten Regisseur und Bühnenbildner Ersan Mondtag konfrontieren die Kunstwerke aus der Sammlung des MMK mit den Höhen und Tiefen der menschlichen Existenz. Mondtags szenischer Parcours verwandelt das MMK 2 in einen Bühnenraum. Auf verschlungenen Pfaden begegnen den Besucherinnen und Besuchern Grenz- und Doppelgänger, stille Rebellen und gescheiterte Existenzen, die Ersan Mondtag miteinander in Dialog setzt. Sie entführen in eine düstere und zugleich faszinierende Parallelwelt, die sich im Transitraum zwischen bildender Kunst und Theater bewegt.
 
Mit: Kader Attia, Vanessa Beecroft, Will Benedict, Bernhard Johannes Blume, Shannon Bool, Miriam Cahn, John De Andrea, Marlene Dumas, Robert Gober, Douglas Gordon, Ilja Clemens Hendel, Georg Herold, Martin Honert, Jonathan Horowitz, On Kawara, Teresa Margolles, Barry Le Va, Bruce McLean, Aernout Mik, Lutz Mommartz, Bruce Nauman, Steven Parrino, Arnulf Rainer, Bettina Rheims, Thomas Ruff, Taryn Simon, Dayanita Singh, Markus Sixay, Jack Smith, Sturtevant, Juergen Teller, Oliviero Toscani, Rosemarie Trockel, Andy Warhol und ein Auftragswerk von Plastique Fantastique.

Hermann Goepfert - Große Spirale Objekt RF77, 1977

Hermann Goepfert - Große Spirale Objekt RF77, 1977

Primary Structures.

Meisterwerke der Minimal Art

22.02.17 - 13.08.17

Eröffnung 21.02.17 - 20:00


Mit einer solchen Konzentration, Vielfalt und Qualität an Werken der Minimal Art wie sie in der Sammlung des MMK Museum für Moderne Kunst zu finden ist, kann in Deutschland kaum ein anderes Museum aufwarten. Die Ausstellung „Primary Structures“ zeigt erstmals in einer umfassenden Schau die Meisterwerke dieses Sammlungsschwerpunktes.

Das MMK wirf den Blick auf diese historische Kunstrichtung auch aus der Sicht der Gegenwart und den Perspektiven der Künstlerinnen und Künstler der Museumssammlung, die in dieser Tradition stehen und diese kritisch reflektieren. Dazu gehören Jo Baer, Bruce Nauman, Robert Barry, Robert Mangold, Charlotte Posenenske, Peter Roehr, Lewis Stein und William Forsythe, aber vor allem die Vertreter der jüngeren Künstler-Generationen wie Teresa Margolles, Michael Beutler, Benedikte Bjerre, Ceal Floyer, Jonas Weichsel, Sarah Morris oder Santiago Sierra. Die Ausstellung untersucht die internationale Ausstrahlung der einflussreichen künstlerischen Bewegung der Minimal Art von den 1960er-Jahren bis in unsere unmittelbare Gegenwart.

23. März, 19 Uhr, MMK 1, Vortragssaal
Filmscreening und Vortrag- Filme: Walter de Maria, „Hardcore" (35 min, 1969) und Gerry Schum, „Fernsehausstellung I, Land Art" (28 min, 1968/69)
Der Filmwissenschaftler Dr. Marc Siegel gibt eine Einführung zu den Filmen von Walter De Maria und Gerry Schum, die in den späten 1960er-Jahren erstmals in filmischer Form die ästhetische Bildsprache der Minimal Art und der Land Art aufgegriffen haben. Im Anschluss werden die Filme im Vortragssaal des MMK 1 gezeigt. Gerry Schums „Fernsehausstellung/ Land Art“ nutzt das Fernsehen als Massenmedium, um durch diesen Kanal Vertreter der Land Art-Bewegung wie Michael Heizer, Richard Long oder Robert Smithson einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Willem de Rooij, The Impassioned No, 2015, Installationsansicht/installation view Willem de Rooij. The Impassioned No, Le Consortium, Dijon, 2015, Courtesy of the artist, Foto/photo: André Morin

Willem de Rooij, The Impassioned No, 2015, Installationsansicht/installation view Willem de Rooij. The Impassioned No, Le Consortium, Dijon, 2015, Courtesy of the artist, Foto/photo: André Morin

Willem de Rooij

Entitled

15.10.16 - 16.04.17

Eröffnung 13.10.16 - 20:00


Der seit 2006 an der Frankfurter Städelschule als Professor tätige Willem de Rooij zählt zu den einflussreichsten Künstlern seiner Generation. Seine Arbeiten kreisen um Fragen nach Repräsentation und Bedeutung, wobei er oftmals Bezug auf Werke anderer Künstler oder Artefakte aus historischen und anthropologischen Sammlungen nimmt.
Für seine Ausstellung im MMK 2 hat er drei bestehende Werkgruppen zu einer neuen, das gesamte MMK 2 umfassenden Installation vereint: die „Weavings“, eine Reihe großformatiger, gewebter Bilder aus den Jahren 2011 bis 2014, das aus 18 collagierten Tafeln bestehende Opus Magnum „Index“ von 2003 sowie eine Auswahl aus seiner einzigartigen Sammlung der unter dem Label „Fong Leng“ produzierten, stilbildenden Sportkleidung aus den 1990er-Jahren.

Hiroshi Sugimoto - Chapelle Notre-­du Haut, Ronchamp, 1998 - Centre Pompidou, © Hiroshi Sugimoto

Hiroshi Sugimoto - Chapelle Notre-­du Haut, Ronchamp, 1998 - Centre Pompidou, © Hiroshi Sugimoto

Das imaginäre Museum

Werke aus dem Centre Pompidou, der Tate und dem MMK Museum für Moderne Kunst

24.03.16 - 04.09.16

Eröffnung 23.03.16 - 20:00


Wir schreiben das Jahr 2052. Die Kunst und die Museen sind von der Auslöschung bedroht. Inspiriert von Ray Bradburys Science-Fiction-Roman „Fahrenheit 451“ (1953) versetzt die Ausstellung die Besucher in ein dystopisches Zukunftsszenario, in dem Kunstwerke aus der Gesellschaft verbannt werden. Über 80 Hauptwerke aus drei der renommiertesten europäischen Sammlungen konnten vorläufig in Sicherheit gebracht und zu einem transnationalen Museum auf Zeit vereint werden. So wie Bradburys „Büchermenschen“ literarische Werke durch Auswendiglernen vor dem Verschwinden bewahren, lädt die Ausstellung dazu ein, die präsentierten Kunstwerke zu memorieren. Zu den im MMK 2 ausgestellten Werken gehören bedeutende künstlerische Positionen von den 1920er-Jahren bis in die Gegenwart von Louise Bourgeois, Marcel Duchamp, Isa Genzken, On Kawara, Claes Oldenburg, Sigmar Polke, Bridget Riley, Andy Warhol und vielen mehr.

Abschlusswochenende: 10. /11. September 2016