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<div>Stefan Rinck - Spectator, 2016, 50 x 39 x 17 cm, Sandstein</div><div></div>

Stefan Rinck - Spectator, 2016, 50 x 39 x 17 cm, Sandstein

Sneaky Paradise

Katharina Arndt, Tanja Selzer & Stefan Rinck

24.11.18 - 11.01.19

Eröffnung 23.11.18 - 18:00


Wie sieht das Paradies heutzutage in der Kunst aus? Zwei Künstlerinnen und ein Künstler geben inen Einblick in ihre eigene paradiesische Welt: Katharina Arndt, Stefan Rinck und Tanja Selzer locken uns in ein pastellfarbenes Schlaraffenland mit doppeltem Boden, in welchem leuchtende Schriftzüge und Sandsteinskulpturen auf Malerei treffen. Die vielseitigen und teils konträren Materialien vereinen sich thematisch und präsentieren auf individuelle Weise das vermeintlich Schöne und Süße. Doch die Portraits junger, schöner Frauen, die Darstellungen von Adam und Eva im paradiesischen Garten Eden und zahlreiche zutrauliche Phantasiewesen haben eine Schattenseite: Sie alle fordern uns auf, ihr Janusgesicht zu entlarven.

Die Ausstellung möchte beleuchten, auf welche Weise sich die Sehnsucht nach einem – wie auch immer gearteten – Paradies im Oeuvre dreier höchst konträr arbeitender Künstler ausformuliert, wie sich das vermeintlich Alltägliche und Schöne innerhalb der Irritation wendet, wie aus den Wogen der Romantisierung und Verklärung ungeahnt und unvorbereitet die schroffen Abgründe der Realität auftauchen.

<div>Reifenberg - American Oilfield, 2016, 40 x 69 cm, Plastiktüten, Klebeband. Foto: Trevor Morgan&nbsp;</div>

Reifenberg - American Oilfield, 2016, 40 x 69 cm, Plastiktüten, Klebeband. Foto: Trevor Morgan 

Reifenberg

Garbage Matters

24.11.18 - 25.01.19

Eröffnung 23.11.18 - 18:00


Donnerstag, 13.12.2018, 18-21.00 Uhr
Weihnachtsempfang mit Katalogpräsentation

Landschaften, gestaltet aus Plastiktüten – einem Material, welches nicht nur eines der vordringlichsten Probleme unserer Zeit, sondern auch Thema und Werkstoff des Künstlers Reifenberg ist. Aus abertausenden und per Hand zugeschnittenen Schnipseln des Wegwerfprodukts schafft er dystopische Szenerien, die eben dies darstellen: Ölfelder, auf denen der Rohstoff für das umweltschädliche Produkt der Natur entzogen wird, Müllhalden, auf denen Kinder noch Verwertbares suchen, und Wasseroberflächen, auf denen dichte Müllteppiche treiben. Die Ausstellung leistet mit dieser künstlerischen Position einen klar formulierten und deutlich erkennbaren Beitrag über eine aktuelle Problematik, die uns alle angeht.

Reifenberg arbeitet seit 1995 ausschließlich mit dieser von ihm entwickelten Technik, Bilder mosaikartig aus Einzelteilchen von geglätteten Plastiktüten zu konstruieren. Dabei sind seine Arbeiten näher an der Skulptur als an der Collage, denn er klebt die Teile nicht auf, sondern zusammen. Eine wahre Herkulesaufgabe, die enorm viel Geduld und Feinarbeit erfordert. Für seine Motive, vom Kleinformat bis zum überdimensionalen Tableau umgesetzt, wählt er die auszuschneidenden Bereiche nach Farbe, manchmal auch nach Schrift und Sprache, und formt sie zumeist als millimetergroßes "Mikroplastik", aber auch als größere Flächen. Das Ergebnis sind dreidimensionale Bildwelten, die zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion changieren und ihr Material selbst thematisieren.