«ZURÜCK
<div>Irene Peschick - Ohne Titel, 1981, Foto auf Pergament (Detail)</div>

Irene Peschick - Ohne Titel, 1981, Foto auf Pergament (Detail)

Exploring Origins – Part II

Gruppenausstellung

01.12.18 - 16.02.19

Eröffnung 01.12.18 - 11:00


Der zweite Teil der Ausstellung „Exploring Origins“ zeigt die Werke von verschiedenen Fotografen, die sich mit künstlerischen Ausdrucksformen beschäftigen und hiermit grundsätzliche Fragen der Fotografie thematisieren. Die Präsentation umfasst unterschiedliche fotografische Positionen mit diversen Techniken (chemische Prozesse, Camera-Obscura, große Polaroids, Fotogramme, Fotomontage, Collagen, Fotografie ohne Film, Solarisationen und andere Verfahren) und ermöglicht uns eine Vorstellung von der Fotografie in der Zeit vor der Digitalisierung des Mediums.

Es scheint, als ob der rasante Fortschritt in der Automatisierung – und sogar die „Robotisierung“ – von fotografischen Geräten eine Neubewertung ihrer Ursprünge mit sich bringt. Die Technologie wird weder im Inhalt noch im Ausdruck neutral sein, sondern wird vielmehr von der diskursiven und ästhetischen Organisation des Künstlers abhängen, der sie verwendet.

Julian Faulhaber - Router

Julian Faulhaber - Router

Julian Faulhaber

Prototypes

07.09.18 - 24.11.18

Eröffnung 07.09.18 - 18:00


»Wir sind in eine Welt der Zeichen eingetreten, und wir benutzen sehr oft Objekte nicht mehr als Ge-brauchsgegenstände, sondern als Zeichenträger. Die Dinge werden nicht mehr entworfen. Der Entwurf wird ihnen im Nachhinein übergestülpt. Als Design, als Erscheinungsform, als Symbol. Die Dinge haben keinen Zweck mehr zu erfüllen, sie sind Produktion, die wir zu konsumieren haben. Also existieren sie aus ihrer aufgelegten Bedeutung, sie haben Symbolwert.«*

Bereits der Titel verweist auf die Hülle eines Objektes, das noch keine Funktion, sondern ledig¬lich eine Form besitzt. Im Mittelpunkt der fotografischen Arbeit „Prototypes“ stehen alltägliche Gebrauchsgegenstände, die in Supermärkten, Baumärkten oder Drogerien erstanden wurden. Das Auswahlkriterium war ihre äußere Erscheinungsform, die kaum Rückschlüsse auf die eigentliche Funktion der Gegenstände zulässt.

Liu Ding - Messengers at Crossroads (6), Mixed Media, 78 x 111 cm, 2018

Liu Ding - Messengers at Crossroads (6), Mixed Media, 78 x 111 cm, 2018

Text und Bild

Gruppenausstellung mit Liu Ding, Thomas Draschan, Ken Lum, David Robilliard u.a.

12.05.18 - 25.08.18

Eröffnung 12.05.18 - 11:00


Peter Bialobrzeski - Bochum, 2012

Peter Bialobrzeski - Bochum, 2012

Peter Bialobrzeski

Die Zweite Heimat

09.02.18 - 28.04.18

Eröffnung 09.02.18 - 18:00


Es ist nicht das erste Mal, dass sich Peter Bialobrzeski mit dem Phänomen „Heimat“ auseinandersetzt. Kurz nach der Jahrtausendwende, als das Wort noch historisch kontaminiert war, hat sich Bialobrzeski mit seinem Projekt Heimat an der Dauerdebatte beteiligt. Seine Bilder funktionierten wie Kommentare: Deutschland kann und darf auch mal schön sein. Sie waren Reminiszenzen an die Romantiker, zeigten Sehnsuchtsorte zwischen Bergen und Meer, wenn auch konsequent keine postkartenbekannten Motive.
Die zweite Heimat ist anders, auf den ersten Blick und auch auf den zweiten. Auf den ersten Blick ließe sich womöglich sagen: Schön ist diese Heimat aber nicht. All der Beton. All das Architekturgeklotze. All die Tristesse. Der flüchtige Betrachter könnte sogar denken: Da erhebt sich ein Fotograf über Land und Leute. Auf den zweiten Blick aber erwischt man sich bei diesem ersten Blick – und befragt dann sich selbst: Lebe ich nicht mit all dem und in all dem, was ich eben noch trostlos fand? Bin das nicht ich?

Altan Eskin - Shelter #9, 2016, 80 × 60 cm

Altan Eskin - Shelter #9, 2016, 80 × 60 cm

Mythos Natur – Landschaft ohne Horizont

Gruppenausstellung

02.12.17 - 27.01.18

Eröffnung 02.12.17 - 11:00


Gruppenaustellung mit Peter Bialobrzeski – Oliver Boberg – Altan Eskin – Julian Faulhaber u.a.

„Landschaft ohne Horizonte“ scheint eine widersprüchliche Feststellung zu sein. Wird doch der Horizont als Grenzlinie zwischen sichtbarer Erde und Himmel, als Orientierungsmarke zwischen Unten und Oben verstanden, ist er doch allgegenwärtiges Merkmal der menschlichen Umwelt. Entgegen wissenschaftlicher Faktizität vermittelt deshalb der menschliche Instinkt das Trugbild, die Erde sei plan und eine in der Unendlichkeit vom Horizont begrenzte Ebene. Dieses ‚Trugbild‘ wiederum bestimmt die Orientierung des Menschen in der Welt. Im Zusammenspiel von Senkrechte, als die der Mensch sich selbst in seiner aufrechten Körperhaltung erlebt, und von Waagerechte, als die er die Erdoberfläche in seinem eigenen subjektiven Wahrnehmungsradius erfährt, prägt die gesehene Horizontallinie ganz entscheidend die Verortung des Menschen in der Welt: Oben und Unten ist bestimmend, die Abschätzung von Distanzen wird ermöglicht und die natürliche Grenze menschlicher Wahrnehmung wird markiert.