«ZURÜCK

Johannes Franzen

Minus 1

08.09.17 - 25.11.17

Eröffnung 08.09.17 - 18:00


Rückten Franzens frühe Zyklen „1024x768“ die konstitutiven Grundelemente des digitalen Bildraums ins Zentrum der Aufmerksamkeit, akzentuierte daraufhin seine Werkfolge „40962 “ den (allem ersten Anschein zuwider: eher komplementären als kontrastiven) Aspekt der unhintergehbaren Welt-Bezogenheit (Intentionalität) der Perzeption, so reflektiert der Künstler in seinen vorliegenden Arbeiten erneut Potentiale und Begrenzungen des Wahrnehmungsprozesses.

Die Grundlage des Werkes von Johannes Franzen ist das Ausloten der Grenzen und Möglichkeiten unseres Sehens und Erkennens. Ausgehend von der Gegebenheit, dass jedes digitale Bild durch eine Zahlenfolge repräsentiert ist, operiert er direkt mit der Zahlenreihe und überträgt diese dann zurück ins Bildhafte.

Oliver Boberg - Schatten 10 (Privatweg) 2016/2017, ca. 53x 59 cm, © Oliver Boberg

Oliver Boberg - Schatten 10 (Privatweg) 2016/2017, ca. 53x 59 cm, © Oliver Boberg

Oliver Boberg

Schatten

10.06.17 - 26.08.17

Eröffnung 10.06.17 - 11:00


V. Erice, o.T.

V. Erice, o.T.

Exploring Origins

Group Exhibition

18.03.17 - 27.05.17

Eröffnung 18.03.17 - 11:00


Die Ausstellung „Exploring Origins“ zeigt die Werke von verschiedenen Fotografen, die sich mit künstlerischen Ausdrucksformen beschäftigen und hiermit grundsätzliche Fragen der Fotografie thematisieren.

Die Präsentation umfasst unterschiedliche fotografische Positionen mit diversen Techniken (chemische Prozesse, Camera-Obscura, große Polaroids, Fotogramme, Fotografie ohne Film, Solarisationen und andere Verfahren) und ermöglicht uns eine Vorstellung von der Fotografie in der Zeit vor der Digitalisierung des Mediums. Die Technologie wird weder im Inhalt noch im Ausdruck neutral sein, sondern wird vielmehr von der diskursiven und ästhetischen Organisation des Künstlers abhängen, der sie verwendet.

Ausstellungsansicht

Ausstellungsansicht

Ken Lum

Necrology

26.11.16 - 11.03.17

Eröffnung 26.11.16 - 11:00


Ken Lums neueste Arbeiten sind eine Ableitung heutiger Nachrufe, wie man sie etwa in Lokalzeitungen findet. Diese Kurztexte über ‚gelebtes Leben‘ hat Lumübernommen, jedoch zusammengestellt und ausgestaltet im Stil des Frontispiz eines Romans oder Theaterstücks aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Arbeiten wurden durch eine Zufallsentdeckung inspiriert, das Titelblatt des Philadelphia Inquirer nach dem Attentat auf US-Präsident Abraham Lincoln. Die Gestaltung des Layouts mit radikal verschiedenen Schriftarten weckten das Interesse des Künstlers ebenso wie die Abhandlung von Lincolns Leben in pointierten ‚Unterüberschriften‘, die sich über die gesamte Titelseite erstrecken und sich wie Kapitelüberschriften eines Menschenlebens lesen. Die nichtproportionalen Schriften, seltsam wechselnden Zeilenabstände und verschiedenen Schriftsätze muten aus heutiger Sicht einerseits befremdlich an, gleichzeitig haben sie auch eine ‚frische‘ Wirkung, so als ob jeder Buchstabe, jedes Wort und jede Zeile einen eigenen vitalen Organismus bildeten. Solche Verfahren in der Darbietung von Texten begegneten einem früher öfters, beispielsweise in Theaterprogrammheften oder Innentiteln von Romanen. Ken Lum empfindet das Verschwinden dieser Darstellungsformen und der damit verbundenen Vorstellungen als einen Verlust literarischer Tradition. Mit seinen Arbeiten setzt der Künstler sein langjähriges Projekt fort, Subjektivität durch verschiedene konzeptionelle Strategien zu evozieren.

Installationsansicht

Installationsansicht

Irene Peschick

Zeit – zerstreut

09.09.16 - 29.10.16

Eröffnung 09.09.16 - 18:00


In der vierten Einzelausstellung von Irene Peschick zeigt die Galerie frühere und ganz neue Werke der 1937 in Kassel geborenen Künstlerin. Eine Begegnung mit ihr ist auch heute noch eine Überraschung, da sie dem Zeitgeist des Kunstbetriebes überhaupt nicht entspricht. Sie entzieht sich weitgehend dem Lärm und der Hektik der heutigen Kunstwelt. Aber sie ist sehr aktuell mit Eigen-Sinn.
Wenn man ihr bei der Arbeit zuschaut, bedarf es einer großen Aufmerksamkeit des Besuchers. Sie zeichnet mit hoher Konzentration und beachtlicher Geschwindigkeit, gelenkt von Erinnerung, Inspiration und Energien. Aus einer großen Menge von Blättern selektiert sie in einer Mischung aus Intuition und Reflexion. Spontaneität bei gleichzeitiger Distanz ist ein Grundmotiv ihrer Arbeitsweise. In ihrer Präsentation und Technik ist sie zum Teil fast leicht-sinnig, in diesem Leicht-Sinn aber perfekt. Irene Peschick fällt durch alle Raster von Klischees. Sie ist zwar in weiten Teilen abstrakt, lässt aber sowohl in den Zeichnungen als auch in ihren Fotos reichlichen Raum für Assoziationen zu.