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Material – Sprache der Kunst

09.09.18 - 14.11.18

Eröffnung 09.09.18 - 11:08


Es gehört zu den weittragendsten Entscheidungen innerhalb der künstlerischen Arbeit und der Formfindung, gerade für die Künstler der Gegenwart, das kongeniale und für Künstler und Werk spezifische Material als Träger der künstlerischen Idee zu wählen! Der spannende Dialog zwischen künstlerischer Idee und Material ist der Schwerpunkt der Ausstellung  im Kunst Archiv und soll sinnfällig zur Geltung kommen. Dabei werden die Texturen, Oberflächen und die Haptik der unterschiedlichen Materialien wie Holz, Keramik, Ziegelstein, Glas, Draht, Porzellan, Haare, Textiles, Kunststoff, Eisen, Blei, Folie, Fundstücke und Naturales, wie Tierhaar oder Moos u.a. sichtbar und erfahrbar und erhalten in der künstlerischen Gestalt Form. Beteiligt an der Ausstellung sind Ariel Auslender (1959), Christa Berz (1946), Gloria Brand (1943), Gudrun Cornford (1944), Hagen Hilderhof (1937), Sehriban Köksal-Kurt (1976), Joachim Kuhlmann (1943), Jürgen Langer (1957-2015), Klaus Lehmann (1927-2016), Sheena Meyer (1986), Werner Neuwirth (1950), Dina Rautenberg (1978), Vera Röhm (1943), Doris Schäfer (1948), Victor Schönrich (1994), Sigrid Siegele (1951-2017), Ortrud Sturm (1959), Peter Thoms (1935) und Lei Xue (1974).

Esteban Fekete - Felsige Landschaft, 1970, Farbholzschnitt

Esteban Fekete - Felsige Landschaft, 1970, Farbholzschnitt

Der Farbe verpflichtet!

Highlights aus Esteban Feketes Werk

13.05.18 - 13.07.18

Eröffnung 13.05.18 - 11:00


Esteban Fekete gehört mit seinem Ausnahme-Werk, das die Balance zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion hält, zu den großen Einzelgängern in der Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Das Kunst Archiv bewahrt mit fast 6000 Arbeiten große Teile seines Nachlasses, so, das gesamte druckgrafische Werk, Ölbilder, Zeichnungen und Holz- und Steinskulpturen. Sein Wirken zeichnet sich durch die Freude am Experiment aus, so entstanden Hinterglasbilder, Emaillen, Buchkunst und vieles mehr. Die Ausstellung richtet den Fokus das erste Mal auf herausragende Einzel-Kunstwerke aus den vielen Arbeitsbereichen des Künstlers und soll damit anschaulich dessen Lebensleistung dokumentieren.

Samstag, 23. Juni 2018, 15.00 Uhr
Märchenwelt der Kunst - Esteban Fekete: Farben, Themen und Formen
Führung für Kinder mit Vanessa Späck

Donnerstag, 12. Juli 2018, 19.00 Uhr
Die wunderbare Welt des Esteban Fekete - Führung durch die Ausstellung mit Claus K. Netuschil

Sonntag, 17. Juni 2018 ab 11.00 Uhr (bis in den frühen Abend)
Sommerfest im Kunst Archiv Darmstadt e.V.
Festcollage aus Kunst, Musik, Poesie, Fotoausstellung, Führungen und Vorträge, Film, Kulinarisches, Buch- und Kunstmarkt

Peter Steinforth - Ohne Titel, 1963, Pitkreide

Peter Steinforth - Ohne Titel, 1963, Pitkreide

Geste, Abstraktion und Informel

Malerei und Skulptur der 60ziger Jahre in Darmstadt

15.10.17 - 23.03.18

Eröffnung 15.10.17 - 11:00


Nach Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelte sich um 1960 ein zweiter künstlerischer Aufbruch, in, für Darmstadt unbekanntes Neuland: die Abstraktion! Galt der erste kulturelle Aufbruch nach 1945, in einer völlig zerstörten Stadt, der Musik, der Literatur und dem Theater, so etablierten sich, in einer Welt der figurativen und gegenstandbezogenen Kunst, relativ spät und gegenüber anderen Regionen zeitverzögert, die gestischen Maler, die Abstrakten, die Informellen: Aus Berlin, Brüssel, Bremerhaven und Siebenbürgen, aus Zeitz und Amerika, aber auch aus Darmstadt, fanden die abstrakten Maler und Bildhauer zusammen, um hier Gegenstand und Realismus durch gestische, konstruktive und informelle Kunst abzulösen.

Es entstand keine Künstlergruppe, wie „SPUR“, „CoBrA“, „Wir“ oder wie die Gruppe der Frankfurter Informellen der „Quadriga“. In Darmstadt wirkten Einzelkünstler, die hier im Verbund eine starke Position der Abstraktion begründeten, die mit unserer Ausstellung zum ersten Mal in diesem Umfang gewürdigt wird. Künstlernamen wie Peter Steinforth (1923-1981), Paul Fontaine (1913-1996), Etzel Klomsdorff (1920-1985), Bruno Erdmann (1915-2003), Wolf Hoppe (1920-1992), H. O. Müller-Erbach (1921-1984), Robert Preyer (1930-2014), Roswitha von Blumenthal (1926-2012), Charlotte Prinz (1904-1993), Georg von Kováts (1912-1997) und Helmut Brinckmann (1912-1994) stehen für malerische Geste, große, abstrakte Form und für eine erklärte Nonfiguration.

Gerd Winter - o. T., 1996, Mischtechnik auf Leinwand

Gerd Winter - o. T., 1996, Mischtechnik auf Leinwand

Geschenkt, Gestiftet und Erworben

Schenkungen und Neuzugänge des Kunst Archivs

23.04.17 - 22.09.17

Eröffnung 23.04.17 - 11:00


In der Ausstellung zeigt das Kunst Archiv Neuzugänge, die zuvor noch nie ausgestellt
waren, wie Arbeiten von Ludwig von Löfftz, Heinz Heim, Karl Thylmann, Hermann Geibel, Alexander Posch, Anna May-Haas, Bruno Erdmann, Ernst Vogel, Fanny Wolfskehl, Eberhard Schlotter, Helmut Lortz, Peter Steinforth, Helga Föhl, Gerd Winter u.a.

Für jedes einzelne Kunstwerk übernimmt das Kunst Archiv Darmstadt e.V. eine große
Verantwortung und stellt die gestifteten Arbeiten regelmäßig in sinnvollen Zusammenhängen aus. Die Ausstellung ist den Donatoren und Förderern gewidmet.

Karl Scheld - Schlachtfeld, 1917, Tusche

Nie wieder Krieg - Künstler im Ersten Weltkrieg

Malerei, Arbeiten auf Papier, Dokumente und Fotografien

23.10.16 - 31.03.17

Eröffnung 23.10.16 - 11:00


Innerhalb des großen fünfteiligen Ausstellungsprojekts zu Ludwig Meidner anlässlich seines 50. Todesjahres, zeigt das Kunst Archiv Darmstadt e.V. Meidner als hellsichtigen Seismographen seiner Epoche. Er malte und zeichnete als einer der wenigen Künstler seiner Zeit visionäre apokalyptische Landschaften und Schlachtfelder, lange bevor der Erste Weltkrieg ausbrach. Die unvorstellbare Welterschütterung bringt er eindrucksvoll und realistisch ins Bild. Karl Deppert arbeitete mitten im Kriegsgeschehen und zeichnete und radierte die vorher noch nie erlebte Grausamkeit der Welt- und Menschzerstörung. Karl Thylmann der 28-jährig vor Verdun Opfer des Ersten Weltkriegs wurde, setzte seine Kriegserlebnisse völlig anders um. Der als romantisch beschriebene Jüngling schnitt in Holz, zeichnete und schrieb Gedichte.

Die Ausstellung des Kunst Archivs, die bis zum 31. März 2017 zu sehen ist, will das grausame Erlebnis des 1. Weltkrieges aus sehr unterschiedlicher künstlerischer Sicht zu Tage fördern, begleitet von Tagebuchaufzeichnungen, Texten, Briefen und Fotos. Alle beteiligten Künstler haben einen Bezug zu Darmstadt oder der Region.