• Münzgasse 9
  • 60311 Frankfurt a.M. City
  • Mo-Fr 10-18, Sa / So 11-18 Uhr
  • 069 - 2123 8425
  • 069 - 2123 0753
  • E-Mail
  • Homepage
  • U 1-5, Linie 11/12 "Willy-Brandt-Platz"
«ZURÜCK

Schauplätze

Frankfurt in den 50er Jahren

16.02.16 - 06.11.16


Das Frankfurt der 50er Jahre war eine Stadt des Übergangs und der harten Kontraste. Neben Neubauten lagen Trümmer, Tausende warteten auf die Zuteilung einer Wohnung, während das Wirtschaftswunder von der Stadt Besitz ergriff und die provisorischen Verkaufsstände auf der Zeil den Einkaufspalästen Platz machten. Bei allen Vorbehalten den amerikanischen Besatzern gegenüber waren viele fasziniert von den Versprechungen des American Way of Life, der mit Musik, Film, Mode und Konsum im Alltag an Bedeutung gewann.
Frankfurt gehörte zu den Kommunen in Westdeutschland, die ihre alte Stadtgestalt preisgaben, um dem motorisierten Verkehr gerecht zu werden. Nahezu alle Verkehrswege wurden verbreitert, kleinere Straßen und Gassen verschwanden, neue Verkehrsachsen wurden durchgebrochen sowie erste Parkhäuser errichtet. Der „Wiederaufbau Innenstadt“, als Frankfurter Lösung bekannt, gab dem zerstörten Zentrum ein neues Gesicht. Der Altstadtkern jedoch, wie in der Folgezeit das kleine Areal zwischen Römer und Dom bezeichnet wurde, blieb von dem Aufbau ausgenommen; die damals ungelöste Frage des Wiederaufbaus begleitet die Frankfurter bis heute.

Ins Auge

Junge politische Plakatkunst

12.01.16 - 07.02.16


Zu sehen sind Plakate, die entschieden auf gesellschaftliche Verwerfungen aufmerksam machen. Gegen politische Unterdrückung, gegen die Verschmutzung der Meere, gegen zu hohe Feinstaubbelastungen in den Städten, gegen die Überwachung des Internets, gegen genmanipulierte Lebensmittel oder gegen die Gewalt gegen Flüchtlinge und Andersdenkende.
Zu sehen sind Plakate für Pressefreiheit, für Arbeitsrechte, für die Rechte von Flüchtlingen oder für das Recht auf Bildung.

Wilhelm Zimmermann

Politische Plakatkunst

16.06.15 - 31.01.16

Eröffnung 15.06.15 - 18:00


Im Juni widmet das Institut für Stadtgeschichte den politischen Plakaten des Grafikers und Designers Wilhelm Zimmermann eine Werkschau. Zimmermann, der seit einem halben Jahrhundert in Frankfurt am Main lebt und arbeitet, prägte über drei Jahrzehnte – von 1970 bis 2000 – die Geschichte der politischen Plakatkunst. Einige seiner Arbeiten wurden zu den bekanntesten Zeichen ihrer Zeit. Das Institut für Stadtgeschichte zeigt eine Auswahl der Originalplakate vor der Betextung.

Walter Vorjohann

Die Frankfurter Grossmarkthalle - Ort der Abwesenheit

24.02.15 - 28.02.15


Die ehemalige Frankfurter Großmarkthalle, seit November 2014 neuer Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB), stand vor dem Umbau jahrelang leer. Als Beitrag zur Stadt- und Kunstgeschichte der Main-Metropole dokumentiert die Ausstellung – parallel zur Eröffnung des EZB-Neubaus auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle – mit beeindruckenden Fotos diese denkmalgeschützte Architektur.

Vorjohanns 2008 entstandene Bilder zeigen eine Zwischenphase der drei Jahre zuvor besenrein an die EZB übergebenen, vom Baukünstler Martin Elsaesser geschaffenen Ikone der zwanziger Jahre, die durch die Planungen des Architekturbüros Coop Himmelblau inzwischen kaum mehr wiederzuerkennen ist. Losgelöst von seinem Umfeld und der historischen Dimension – quasi zeitlos – stellt Vorjohann das markante Gebäude dar. Besonders faszinierend sind nicht nur die technisch besonders anspruchsvolle Frontalansicht der ausgedehnten Halle, sondern auch die teilweise farbigen Innenaufnahmen. Eine eigene Serie ist den Kellerräumen gewidmet, in denen Frankfurter Juden vor der Deportation in die Konzentrations- und Vernichtungslager letzte entwürdigende bürokratische Prozeduren über sich ergehen lassen mussten.