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Skulpturen im Tempel

Dietrich Klinge in den Jakobshallen

11.05.18 - 07.07.18

Eröffnung 10.05.18 - 19:00


Der Bildhauer und Grafiker Dietrich Klinge hat sich insbesondere durch sein so eigenständiges plastisches Werk einen Namen gemacht, in dem er sich der Darstellung des Menschen verschrieben hat. Er schafft mit seinen abstrakt-figurativen Formen eine expressive, archaisch anmutende Bildwelt aus ganzen Figuren, Büsten, Köpfen und auch Reliefs, deren eindringliche Präsenz sich ihrem wesenhaften Ausdruck verdankt. Seine Arbeiten wirken wie grob behauene Holzskulpturen, tatsächlich aber sind es ausschließlich Bronzegüsse, in denen die Oberflächenstruktur der Holzmodelle erhalten ist. Eine sorgfältig aufgetragene Patina verstärkt den Eindruck, dass es sich um Arbeiten aus Holz handelt.

Ausstellungsansicht „Alfred Haberpointner“, Galerie Scheffel

Ausstellungsansicht „Alfred Haberpointner“, Galerie Scheffel

Alfred Haberpointner

09.03.18 - 28.04.18

Eröffnung 08.03.18 - 19:00


Alfred Haberpointner lotet in seinen vorwiegend aus Holz gearbeiteten Skulpturen und Installationen die Wechselwirkungen zwischen Volumen, Proportion, Material und Oberfläche aus. In fortlaufenden Serien bearbeitet er einfache organische Grundformen in zahllosen Varianten, deren grobe Bearbeitungsspuren stets sichtbar bleiben. Dabei nimmt die rudimentäre Form des menschlichen Kopfes eine zentrale Rolle ein.

Die nun in der Galerie Scheffel installierte Einzelausstellung Alfred Haberpointners zeigt – neben zahlreichen seiner ‚gehackten‘ Wandobjekte und einer großen Bandbreite sehr unterschiedlich ausgestalteter Kopfskulpturen – auch mehrere aus Holz gefertigte Köpfe im kleineren Format, die das Motiv des „Kopfs im Kopf“ variieren. Diese mit parallelen Schnitten versehenen Kopfformen, in deren Innerem ein massiver Kern erhalten bleibt, thematisieren als transparentes Liniengefüge das Verhältnis von Körper und Raum, von Hülle und Kern, von einer sichtbaren und einer verborgenen Welt.

Laura Ford

Double Agent

24.11.17 - 14.04.18

Eröffnung 17.11.17 - 19:00


Laura Ford hat sich insbesondere mit ihren unverwechselbaren skulpturalen Collagen einen Namen gemacht. Aus den unterschiedlichsten Materialien kreiert sie verfremdete Tier- und Kindergestalten, die zunächst verspielt und entwaffnend erscheinen, fast wie riesige Puppen oder Stofftiere. Bei genauerer Betrachtung jedoch unterlaufen diese Figuren den ersten Eindruck des Niedlichen und erweisen sich als tiefgründig, als widersprüchlich und rätselhaft. Ohne Pathos verhandelt Ford Themen wie Liebe und Hass, Armut, Verletzung, Gewalt oder Krieg – und sie entwickelt mit viel Humor und Scharfblick eine ganz eigene, vielschichtige Symbolsprache.

Joana Vasconcelos

28.04.17 - 21.10.17

Eröffnung 27.04.17 - 19:00


Joana Vasconcelos eignet sich Formen und Materialien verschiedener Lebenswelten an, um sie in ungewohnten und anspielungseichen Kombinationen miteinander zu verbinden. Ihre heiterironischen Werke berühren oft Fragen kultureller und rollenspezifischer Identität und hinterfragen die alltägliche Routine. Sie setzen sich mit den Spannungen zwischen Tradition und Moderne, zwischen
Hochkultur und Alltagskultur, zwischen Privatem und Öffentlichem auseinander und entführen den Betrachter in eine bunte Welt des nur scheinbar Vertrauten.

Für den Saal der ehemaligen Jakobskirche in Bad Homburg hat Joana Vasconcelos nun eine den Raum füllende, subversiv verspielte Installation aus 12 Elementen geschaffen, deren überbordende Ausdruckskraft und surreale Wirkung verblüfft. In den weiteren Räumlichkeiten der Jakobshallen sind darüber hinaus eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Einzelwerke der renommierten Künstlerin zu sehen.

(In der Jakobshalle)

Sean Henry - Seated Figure, 2016, Kunstharz, Farbe, 96 x 64 x 46 cm. Courtesy Galerie Scheffel, Bad Homburg, & Künstler

Sean Henry - Seated Figure, 2016, Kunstharz, Farbe, 96 x 64 x 46 cm. Courtesy Galerie Scheffel, Bad Homburg, & Künstler

Sean Henry

Das geprüfte Leben

30.07.16 - 28.08.16

Eröffnung 29.07.16 - 19:00


Sean Henry, der sich schon früh auch international einen Namen gemacht hat, beschreibt das Anliegen seiner künstlerischen Arbeit als »Reflexion der Realität von Alltagsleben«. Seine charakteristischen Plastiken sind menschliche Figuren in zeitgemäßer Kleidung, die – darauf verweisen schon die Werktitel – meist anonym, immer aber in Über- oder Unterlebensgröße dargestellt sind. Henry modelliert die Vorlagen für seine in Bronze oder Kunstharz gegossenen Figuren stets aus Ton und schließt mit der farbigen Bemalung seiner Werke an die Tradition der polychromen Skulptur an, die er in eine eigene plastische Bildsprache überführt.

Doppelausstellung: Kulturzentrum Englische Kirche / Galerie Scheffel, Bad Homburg