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Der Kampf

Gruppenausstellung

14.01.17 - 18.03.17


Nabil El Makhloufi, Jörg Ernert, Moritz Götze u.a.

Thitz

Utopian Civilizations - Malerei

12.11.16 - 23.12.16


Auf seinen ausgedehnten Reisen sammelt Thitz Artefakte urbaner Kulturen – und was bildet eine Zivilisation besser ab als Einkaufstüten? Thitz integriert sie in seine Stadtlandschaften, und ihre Laschen verwandeln sich in Reißleinen für den Sprung aus der nüchternen Realität in verborgene Dimensionen. Tüten aus aller Welt liegen unter seinen Gemälden, in immer neuen Übermalungen entfaltet sich ein faszinierend assoziatives Gedankengeflecht. Die Farben beginnen zu leuchten, tausende Figuren bevölkern Fassaden, Häusermeere, Wasserflächen und sogar den Himmel. Thitz ist fasziniert von der spezifischen Romantik des modernen Lebens.

Seine zahlreichen Sammler und Fans waren dem Künstler stets dankbar dafür, dass er der Kunst die heftigen Gewichte abnahm, mit der Generationen von Kunsthistorikern und überernsten Interpreten sie beschwerten. Dafür, dass er ihnen die Deutungshoheit zurückgab, dass seine Werke keiner stirnrunzelnden Erklärung bedürfen. Der Respekt wird seiner natürlichen Grenze verwiesen, die Augen öffnen sich, das Denken funktioniert barrierefrei.

Axel Anklam, Inside, 2015, Edelstahl, 270 x 93 x 81 cm, Skulpturenachse Eschborn, Courtesy Galerie Rothamel

Axel Anklam, Inside, 2015, Edelstahl, 270 x 93 x 81 cm, Skulpturenachse Eschborn, Courtesy Galerie Rothamel

Axel Anklam

Aurum - Skulpturen

09.09.16 - 05.11.16

Eröffnung 09.09.16 - 19:00


Der Bildhauer Axel Anklam arbeitet mit der Lichtwirkung und der Atmosphäre des Umgebungsraums - je nach Position des Betrachters verändern seine Skulpturen aus transparenten oder opaken Materialien ihren Ausdruck. Zugleich sind sie von innerer Harmonie durchdrungen. Mit Hilfe der Konsonanz-Studien des Pythagoras bringt Anklam sie zum Klingen: Per Monochord übersetzt er Tonhöhen in Streckenlängen und baut diese in seine Konstruktionen ein.
Anklams abstrakte Skulpturen knüpfen durch die Titel seiner Werke eine Verbindung zur Realität unserer Welt und zum Betrachter. Sie nutzen diesen Zugang, um die zahlreichen Ebenen und Parallelwelten im angebotenen Kunstraum auszuloten.

Wieland Payer, Angermuseum Erfurt, 2016. Foto: Dirk Urban

Wieland Payer, Angermuseum Erfurt, 2016. Foto: Dirk Urban

Wieland Payer

Waldstaub

24.06.16 - 03.09.16

Eröffnung 24.06.16 - 19:00


Payers Pastelle bekennen sich zu jener Krise des Bildbegriffs, die sich im gestörten Verhältnis zwischen dem Bild der Natur und der Natur des Bildes ausspricht. Dass Bilder Konstruktionen von Welt sind, durchzieht als Gewissheit alle Epochen, sonst gäbe es keine Stilgeschichte. Das zu würdigen und zu kategorisieren, arbeiten sich die Kunsthistoriker seit 200 Jahren ab. Konstruieren jedoch zum alleinigen Gegenstand der Kunst zu machen, ist das Ermächtigungsgesetz der Moderne.

Wieland Payer, der studierte, als dies alles schon Konsens war, wandert statt durch Landschaften durch die Kunstgeschichte wie durch ein Depot, ohne die Not, sich irgendwie legitimieren oder rechtfertigen zu müssen. Er entnimmt ihr, was er an Bildrequisiten braucht, um raffinierte Stimmungskulissen hinzuzaubern, auf die wir erwartungsgemäß reagieren. Als brillanter Zeichner baut er eine Sphäre der Überwältigung, des schönen Scheins und der Traumseligkeit auf. Sie zieht den Betrachter magisch an, bis er erwacht. Und wenn Hölderlin darum bittet, nur möglichst nicht zur Unzeit geweckt zu werden, könnte man sagen, dass Payer seine Bilder genau für diese Unzeit macht.

Vom 2. August bis 3. September öffnet unsere Galerie nach Vereinbarung.

Ulrike Theusner - Hortus Conclusus, 2016, Tusche auf Papier, 200 x 350 cm

Ulrike Theusner - Hortus Conclusus, 2016, Tusche auf Papier, 200 x 350 cm

Ulrike Theusner und Dana Meyer

Welcome to Paradise

29.04.16 - 18.06.16


Ulrike Theusner und Dana Meyer (beide *1982) gehören einer Generation an, die eine Welt ohne Wunder geerbt hat. Zugemüllt und überlaufen, das ist der aktuelle Zustand des Planeten. Das Paradies kommt bestenfalls im Glashaus vor oder als Touristenfake. Das schöne Wort „Südpazifikexpedition“ funktioniert glänzend als nostalgische Reminiszenz. Den beiden Künstlerinnen gelingt mit virtuosen Mitteln eine meisterhafte Bestandsaufnahme des mentalen Zustandes ihrer Generation.