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Mona Broschár - Kontaktaufnahme, 2016, Mischtechnik auf Leinwand, 90 x 120 cm

Mona Broschár - Kontaktaufnahme, 2016, Mischtechnik auf Leinwand, 90 x 120 cm

Mona Broschár

Soft & Solid - Malerei

23.06.17 - 26.08.17

Eröffnung 23.06.17 - 19:00


Mona Broschár ist eine Malerin, die sich einer ganz speziellen Gegenständlichkeit verpflichtet fühlt. In ihren symbolisch verdichteten BildweIten gesteht sie auch unbelebten Dingen, d.h. Nahrungsmitteln, Obst und Gemüse, einen eigenen Charakter und die Fähigkeit zum Handeln zu. Sie vermenschlicht Gegenstände lustvoll – nicht selten spielen dabei auch sexuelle Aspekte eine Rolle – und entlässt diese in ein phantastisches Treiben, das nicht die reale, uns umgebende Welt spiegelt, sondern eine höchst subjektive Wirklichkeit abbildet. Gern führt sie dabei die Größenverhältnisse der Dinge zueinander ad absurdum oder forciert das Aufeinandertreffen von Antipoden: weich und hart, gut und böse, flüssig oder fest dominieren als Paare die Bilder und erzeugen einen Reiz, der fast haptisch ist, oder besser: mit Händen zu greifen.
Dabei geht die Malerin souverän mit ihren malerischen Mitteln um. Sie hat keine Scheu vor großen Formaten und legt viel Wert auf Stofflichkeit in der Darstellung ihres Bildpersonals.
(Annette Schröter)

Während der Galerie-Sommerferien vom 25. Juli bis 12. August kann die Ausstellung nach Vereinbarung besucht werden

Visions

Francois Madre - Malerei | Eumetsat - Fotografie und Video

05.05.17 - 10.06.17

Eröffnung 05.05.17 - 18:30


Simone Distler | Aja von Loeper

Inner Landscapes - Malerei | Objekte

24.03.17 - 29.04.17

Eröffnung 24.03.17 - 18:00


Aja von Loepers skulpturale Papierarbeiten haben ihren Ursprung in der Zeichnung, auch wenn ihre teils großformatigen, an Landschaften gemahnende Reliefs die klassische Definition der Zeichnung verlassen. Ihre Blätter tragen keine Spuren von Bleistift, Kreide oder anderen Medien; bei Aja von Loeper kommt die Zeichnung aus dem Material selbst.
Heute entstehen die Blätter im Atelier im Dialog zwischen der Künstlerin und dem vor ihr liegenden Papier. Damit fokussiert sie auf einen zentralen Aspekt ihrer Arbeit, der keiner Gegenständlichkeit mehr bedarf: Verstand sie das Papier zu Beginn ihrer Arbeit noch als Unterlage, um darauf zu zeichnen, wurde das Papier für sie immer mehr selbst zum Körper, den es zu bearbeiten galt.

Simone Distlers Malerei, eine Welt reduzierter und doch nuancierter Farbigkeit und konzentrierter Komposition, erinnert an Landschaften, und bisweilen verweisen auch die Titel den Betrachter in diese Richtung, wie zum Beispiel "Brachland" oder "Hoher Horizont".
"Dennoch sind es keine Landschaften im klassischen Sinn. Sie entstehen zwar meist im Freien, aber ihre Motive entspringen nicht der Beobachtung. Nicht das Gesehene wird unmittelbar wiedergegeben, eher sind es erinnerte Bilder. Häufig halten diese Gemälde einen atmosphärischen Eindruck fest [...] Es sind innere Welten, die in einem Ausschnitt der Außenwelt von der Malerin entdeckt werden."

Ae Hee Lee -  May 2015, Acryl auf Leinwand, 120 x 140 cm

Ae Hee Lee -  May 2015, Acryl auf Leinwand, 120 x 140 cm

Ae Hee Lee

Dream Records 976 - Malerei und Installation

03.02.17 - 18.03.17

Eröffnung 03.02.17 - 19:00


Die zentrale Fragestellung in Ae Hee Lees künstlerischer Praxis ist das Kennenlernen des eigenen Unbewussten, das Hinabtauchen in die dem Wachbewusstsein verborgenen Bereiche des Selbst. [...] Im Wesentlichen entstehen dabei zwei Werkgruppen, das "Life Project" mit kleinen Figuren von sich selbst und von Verwandten und Freunden, das sie 2008 beginnt, und die "Dream Records", in denen sie sich ab 2013 mit ihren Träumen beschäftigt.
Die schnell am Morgen nach dem Aufwachen skizzierten Traumsequenzen bestimmen das Projekt der "Dream Records". Jeden Tag überträgt die Künstlerin die Zeichnung in ein kleinformatiges Traumbild von 20 x 20 cm. Diese sogenannten "Tagesbilder" setzt Lee in ein kalendarisch geordnetes Monatsbild ein, so dass die erste Traumzeichnung eines Monats, der zum Beispiel mit dem dritten Tag der Woche beginnt, erst ins dritte Feld eingetragen wird. [...] Lees zeichenhaft reduzierte Bildsprache, die in kleinen weißen Farbtupfen das Traumgeschehen nur in Umrissen andeutet, zeigt eine Welt im Miniaturformat: Großstadtszenerien, kaum erkennbare Chiffren von Hochhäusern, Autos, Straßen, Bäumen, Strichmännchen und manchmal koreanische Schriftzüge. Die Künstlerin schildert diese Welt im Kleinen aus einer seltsamen Perspektive: Mit starker Aufsicht, so als würde sie von hoch oben, etwa von einem Wolkenkratzer oder Flugzeug aus, nach unten sehen. [...]

Jan Davidoff

Sog - Neue Arbeiten

18.11.16 - 28.01.17

Eröffnung 18.11.16 - 19:00


Jan Davidoff verarbeitet Erinnerungsmomente von Reisen in fernöstliche Länder, aber immer wieder auch Szenerien aus der näheren Umgebung und aus seinem Lebensalltag. Beides ist ihm wichtig. Sein Bild- und Formenrepertoire ist immer auf dem Moment der persönlichen Erinnerung aufgebaut. Die Fotografie als Vorlage und Inspirationsquelle hilft ihm dabei, seine scheinbar einem einzigen Moment entspringenden Kompositionen zu schaffen [...]. Davidoff selbst sagt, dass die Fotografie für ihn einfach das bessere Bildgedächtnis sei, und er eben oft bereits beim Ablichten einer gewissen Szenerie das spätere Bild vor Augen sehe." (Karsten Löckemann)

In Jan Davidoffs Bildern verschwimmen die Grenzen zwischen Figürlichkeit und Abstraktion. Die graphische Reduktion akzentuiert den Kontrast von Natur und Kultur, während die abstrakten Flächen des Untergrundes dem Betrachter Dreidimensionalität vorspiegeln. Das Element der Verschmelzung kommt insbesondere in den Metallarbeiten zum Tragen: Die durch Schleifen bearbeiteten Oberflächen spielen mit dem Licht, so dass der Betrachter durch Spiegelung und Lichtreflexe das Bild je nach Standort unterschiedlich wahrnimmt. So machen die farbintensiven, mit schwarzen Umrissen gemalten Arbeiten die Lebendigkeit von Natur und Mensch erfahrbar.