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Ae Hee Lee -  May 2015, Acryl auf Leinwand, 120 x 140 cm

Ae Hee Lee -  May 2015, Acryl auf Leinwand, 120 x 140 cm

Ae Hee Lee

Dream Records 976 - Malerei und Installation

03.02.17 - 18.03.17

Eröffnung 03.02.17 - 19:00


Die zentrale Fragestellung in Ae Hee Lees künstlerischer Praxis ist das Kennenlernen des eigenen Unbewussten, das Hinabtauchen in die dem Wachbewusstsein verborgenen Bereiche des Selbst. [...] Im Wesentlichen entstehen dabei zwei Werkgruppen, das "Life Project" mit kleinen Figuren von sich selbst und von Verwandten und Freunden, das sie 2008 beginnt, und die "Dream Records", in denen sie sich ab 2013 mit ihren Träumen beschäftigt.
Die schnell am Morgen nach dem Aufwachen skizzierten Traumsequenzen bestimmen das Projekt der "Dream Records". Jeden Tag überträgt die Künstlerin die Zeichnung in ein kleinformatiges Traumbild von 20 x 20 cm. Diese sogenannten "Tagesbilder" setzt Lee in ein kalendarisch geordnetes Monatsbild ein, so dass die erste Traumzeichnung eines Monats, der zum Beispiel mit dem dritten Tag der Woche beginnt, erst ins dritte Feld eingetragen wird. [...] Lees zeichenhaft reduzierte Bildsprache, die in kleinen weißen Farbtupfen das Traumgeschehen nur in Umrissen andeutet, zeigt eine Welt im Miniaturformat: Großstadtszenerien, kaum erkennbare Chiffren von Hochhäusern, Autos, Straßen, Bäumen, Strichmännchen und manchmal koreanische Schriftzüge. Die Künstlerin schildert diese Welt im Kleinen aus einer seltsamen Perspektive: Mit starker Aufsicht, so als würde sie von hoch oben, etwa von einem Wolkenkratzer oder Flugzeug aus, nach unten sehen. [...]

Jan Davidoff

Sog - Neue Arbeiten

18.11.16 - 28.01.17

Eröffnung 18.11.16 - 19:00


Jan Davidoff verarbeitet Erinnerungsmomente von Reisen in fernöstliche Länder, aber immer wieder auch Szenerien aus der näheren Umgebung und aus seinem Lebensalltag. Beides ist ihm wichtig. Sein Bild- und Formenrepertoire ist immer auf dem Moment der persönlichen Erinnerung aufgebaut. Die Fotografie als Vorlage und Inspirationsquelle hilft ihm dabei, seine scheinbar einem einzigen Moment entspringenden Kompositionen zu schaffen [...]. Davidoff selbst sagt, dass die Fotografie für ihn einfach das bessere Bildgedächtnis sei, und er eben oft bereits beim Ablichten einer gewissen Szenerie das spätere Bild vor Augen sehe." (Karsten Löckemann)

In Jan Davidoffs Bildern verschwimmen die Grenzen zwischen Figürlichkeit und Abstraktion. Die graphische Reduktion akzentuiert den Kontrast von Natur und Kultur, während die abstrakten Flächen des Untergrundes dem Betrachter Dreidimensionalität vorspiegeln. Das Element der Verschmelzung kommt insbesondere in den Metallarbeiten zum Tragen: Die durch Schleifen bearbeiteten Oberflächen spielen mit dem Licht, so dass der Betrachter durch Spiegelung und Lichtreflexe das Bild je nach Standort unterschiedlich wahrnimmt. So machen die farbintensiven, mit schwarzen Umrissen gemalten Arbeiten die Lebendigkeit von Natur und Mensch erfahrbar. 

Dorte Goeden, Laserschnitt 4-lagig, 2016, Weißer Karton, 119 x 161 cm

Dorte Goeden, Laserschnitt 4-lagig, 2016, Weißer Karton, 119 x 161 cm

Messer / Schere / Schatten / Licht

Papierschnitte

09.09.16 - 05.11.16

Eröffnung 09.09.16 - 18:00


Zu der Ausstellung / Messer / Schatten / Schere / Licht / haben sich vier Künstlerinnen zusammengefunden, von denen jede die klassische Technik des Scherenschnitts auf ihre ganz eigene, zeitgemäße Art und Weise interpretiert.
Annette Schröter orientiert sich formal deutlich am traditionellen Scherenschnitt, bricht die vermeintliche Bildidylle allerdings auf durch abgründige, ironische, oder gar politisch anmutende Zitate, in denen sich sowohl Zeitgeschehen als auch vorgefundene Umwelt spiegeln.
Charlotte McGowan-Griffins Arbeiten dagegen bilden ein eigenes rätselhaftes und phantastisches Universum. In ihren Papierarbeiten finden sich Bezüge zum Animismus, zur mythologischen sowie zur zeitgenössischen Erzähltradition.
Dorthe Goedens monochrome Scherenschnitte lösen sich vom Erzählerischen und stellen das Vexierspiel von Licht und Schatten in den Vordergrund. So werden ihre Werke zu eigenwilligen Schöpfungen im Grenzbereich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit.
Zipora Rafaelov versteht sich als Zeichnerin im Raum; ihre Arbeiten wirken auf den ersten Blick abstrakt, ehe sich dem Betrachter in der fragilen Komposition von Linien die Schemen von Pflanzen, menschlichen Gestalten und Alltagsgegenständen enthüllen.

Joanna Jesse - Feuerwerk, 2016, 190 x 190 cm, Öl auf Leinwand

Joanna Jesse - Feuerwerk, 2016, 190 x 190 cm, Öl auf Leinwand

Summertime 7

Joanna Jesse - Malerei

15.07.16 - 06.08.16


Im Fokus von Joanna Jesses Arbeiten steht zumeist ein harmonisches Verhältnis des Menschen zur Natur. Diesen Szenerien wohnt ein nostalgisches Moment inne, eine erlebte Erinnerung an eine Zeit, die wir nur aus Erzählungen oder aus Fotoalben kennen. Auf diesem Weg ruft Joanna Jesses Malerei im Betrachter eine Fülle von Emotionen hervor, die ihn auf seine eigene Reise von Erlebnissen und Sehnsüchten entführt. Dabei nimmt sie auf die uns heute geläufigste Art der Bewahrung von Eindrücken Bezug - die Fotografie. Diese dient als Grundlage ihrer Arbeiten, um festgehaltene Momente mit malerischen Stilmitteln und Techniken in ihren Ölbildern zu verewigen.

Philipp Hennevogl - Blatt, 2016, Reduktionsschnitt, 6 Farben, Bild: 21 x 27 cm, Papier: 29 x 35 cm

Philipp Hennevogl - Blatt, 2016, Reduktionsschnitt, 6 Farben, Bild: 21 x 27 cm, Papier: 29 x 35 cm

Philipp Hennevogl

Das Wesentliche

29.04.16 - 09.07.16

Eröffnung 29.04.16 - 18:00


Philipp Hennevogl ist ein klassischer Drucker, sein Spezialgebiet ist der Linolschnitt - insofern ist Papier bei ihm vor allem Träger der Bilder. Seine Themen sind breit gefächert, Porträts kommen ebenso vor wie Stillleben, Natur und Stadtlandschaften. Seine zum Teil großen Formate und die dargestellten Räume verblüffen in ihrer Wirkung und beeindrucken in ihrer Detailfülle. Er nimmt sich komplizierte Ansichten vor wie beispielsweise Baugerüste, vergessene Orte oder auch, mit einem Augenzwinkern, den Kabelsalat hinter dem Computer oder unter dem Tisch. In neueren Arbeiten kommt eine delikate Farbigkeit hinzu, die durch ein raffiniertes Übereinander nah beieinanderliegender Nuancen entsteht. Das ineinander verwobene räumliche Gefüge wird zum Bild hinter dem Bild, zur ungewöhnlichen Perspektive auf eigentlich gewöhnliche Sujets und zum reizvollen Blick auf die Struktur.
In den gewählten Sujets, die vielfach Ausschnitte eines größeren Kontextes sind, der sich stillschweigend mit einschreibt, öffnet sich ein weiter Raum, der den Betrachter anzieht und den realen Raum fast verblassen lässt. (Tina Stolt)