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Schön Hide - Beautiful Verstecken

Meisterklasse Annette Schröter

29.04.16 - 11.06.16

Eröffnung 29.04.16 - 18:00


Ellen Akimoto, Leif Borges, Ivana de Ivanco, Heinrich Mauersberger, Eva Walker

Die aktuelle Meisterklasse hat diese intensive Zeit überzeugend genutzt und präsentiert sehr eigene, individuelle Positionen. Obwohl Annette Schröter selbst die Malerei zugunsten des Papierschnitts vor einiger Zeit aufgegeben hat, steht bei ihren Schülern die Malerei und Zeichnung im Fokus. Gemein ist ihnen die erzählerische Herangehensweise in ganz unterschiedlicher Ausprägung. Eine höchst anregende und spannende Begegnung mit junger bildender Kunst aus Leipzig ist garantiert.

Donnerstag, 2. Juni 2016 um 19 Uhr:
Künstlergespräch mit Ellen Akimoto, Leif Borges, Heinrich Mauersberger, Ivana de Vivanco und Eva Walker  (Moderation: Sarah Alberti, Kunsthistorikerin und Journalistin)

Spot* Stefanie Schilling

22.01.16 - 27.02.16

Eröffnung 22.01.16 - 19:00


In der Ausstellung werden von Stefanie Schilling Holzstiche, Papierschnitte und Buchdruck gezeigt sowie handgefertigte und -bemalte Masken, die in Zusammenarbeit mit dem französischen Autor und Illustrator Blexbolex entstehen.

Jan Dörre

Grasland

22.01.16 - 27.02.16

Eröffnung 22.01.16 - 19:00


Jan Dörre drückt auf die Pausentaste, konfrontiert uns auf seinen Leinwänden mit der unser Leben bestimmenden Vergänglichkeit. Das Skelett, die wohl attributfreiste figurative Darstellung, wird zum individuell austauschbaren Platzhalter menschlicher Kreatur – live steht es auch im Leipziger Atelier, beobachtet Dörre bei vorbereitenden Kohlezeichnungen und der sorgfältigen Arbeit an der Leinwand. Seine Stillleben sind keine Abbilder natürlich gewachsener Alltags-Settings, hier platziert er Gegenstände neben Tieren, setzt Belanglosigkeit neben inhaltliche Aufgeladenheit.

Donnerstag, 4. Februar 2016 um 19.30 Uhr: Künstlergespräch mit Jan Dörre, Moderation: Steffen Georgi, Autor und Journalist

Daniel Behrendt - Satellitenschüssel, 2015, Öl auf Leinwand, 48 x 33 cm

Daniel Behrendt - Satellitenschüssel, 2015, Öl auf Leinwand, 48 x 33 cm

Daniel Behrendt

Kante

06.11.15 - 19.12.15

Eröffnung 06.11.15 - 19:00


Daniel Behrendt bannt die urbane Wirklichkeit als Portraits auf die Leinwand. Außenansichten von Fenstern, Fassaden, Gehsteigen, Hauswänden: Ausschnitte aus der modernen Welt, die er bei Rundgängen durch die Großstadtmetropolen einfängt. Dabei sind seine Ansichten kein Abbild. Keine "laute Malerei", schrill, farbenreich und motivisch vielfältig, wie die urbane Welt selbst. Eine Ruhe wohnt den Bildern inne. Kontemplativ geht Behrendt mit der Weltansicht um und ermöglicht dem Betrachter seiner ausschnitthaften "Architekturportraits" so manche Geschichte hinter der Fassade aufzuspüren.

Behrendt bildet Orte ab, die auf den ersten Blick keine Schönheit in sich tragen. Er erhebt das Hässliche zur Kunst. Er findet seine Motivik in der Gegenwart moderner Metropolen wie Berlin, London, Paris. Die Postkartenmotive blendet er jedoch aus und wirft vielmehr einen Blick auf die gewöhnliche, unscheinbare Gebrauchsarchitektur. Auf die verlassenen, oft übersehenen Winkel einer Stadt. Das Ergebnis ist allerdings keine fotorealistische Malerei, vielmehr wirkt die Materialität der Malerei als zweite Suggestionsebene. Ein pastoser Farbauftrag, Risse, gespachtelte Farbwülste, geschliffene Flächen lassen die Bildoberfläche zu einem Relief werden. Fast so, als könne man die echte Hausfassade auf der Leinwand ertasten. Die Substanz der Malerei materialisiert die Bildfläche. Über die Malstruktur wird die Gegenständlichkeit zur Abstraktion.

MARIE CAROLIN KNOTH | Spot* ERIC KELLER

Januszeichen | Ein Date am Kanal

11.09.15 - 24.10.15

Eröffnung 11.09.15 - 18:00



Neben der Leipziger Künstlerin Marie Carolin Knoth präsentieren wir in unserer neuen Reihe Spot* erstmals den Dresdner Künstler Eric Keller.               

Spielerisch leicht und anmutig verbindet Marie Carolin Knoth die beiden scheinbaren Gegensätze von Abstraktion und Gegenständlichkeit miteinander, setzt sie dabei in ein sowohl spannendes als auch harmonisches Verhältnis, von dem beide Aspekte profitieren. Energetisch schwingen die verschiedenen Ebenen in ihren Bildern, so dass nicht einmal das Kindchenschema im Bild "Die Blaue Stunde" süßlich wirkt, denn es bekommt den starken Ausgleich durch eine bisweilen raue malerische Umsetzung, grobe Pinselstriche, eine alles andere als glatte Bearbeitung, Drippings und andere Zufälligkeiten.

Eric Kellers Bilder zeigen Orte und Menschen, Stadt und Landschaften, Portraits. Doch geht es nicht um das Abbild eines Ortes oder einer Person, sondern um das Aufzeichnen erlebter Momente, Stimmungen und Sequenzen. Keine Fotos, sondern Zeichnungen und Skizzen, vor allem aber die Erinnerung, das autobiografische Gedächtnis des Künstlers, bilden die motivische Basis der Gemälde.
Vieles in den Bildern erinnert an die Romantiker des 19. Jahrhunderts. Man findet den Kontrast zwischen Geborgenheit und der gleichzeitigen Sehnsucht nach Ferne. Man findet die schier unendliche Stille und Weite und die Melancholie besinnlicher Momente.
Eric Keller braucht Zeit. Seine Bilder erfahren im Atelier immer wieder Veränderungen und Übermalungen, viele Zustände, ehe das Werk beendet ist. Sein Pinselstrich ist zuweilen grob, so bleiben Spuren des Übermalten als Artefakte gegenwärtig.