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Heidi Riehl – O.T., 2017, Tusche auf Papier, 15 x 21 cm

Heidi Riehl – O.T., 2017, Tusche auf Papier, 15 x 21 cm

Heidi Riehl

Zeichnungen und Bilder

08.04.17 - 12.05.17

Eröffnung 07.04.17 - 18:00


In ihren Tuschezeichnungen malt Heidi Riehl meist Landschaften, die mit Strichen und sparsam gesetzten Farbflächen oft nur angedeutet werden. Ebenso wichtig wie der Tuschefluss ist die unterschiedliche Materialität des Papiers, das sie auch im Alltag findet. Ausgehend von Vorbild des Freundes und Lehrers Klaus Bohrmann nimmt sie Anregungen der europäischen Zeichnung auf, schneidet aber auch Motive an wie in der chinesischen und japanischen Malerei. Immer bleibt ihre persönliche Handschrift in den reduzierten Farbklängen und der sicher analysierenden Pinselführung erkennbar.
Neben den Zeichnungen werden auch kleinformatige Bilder gezeigt.

Wolfgang Hambrecht - Blech und Blumen, 2017, 90 x 120 cm, Öl und Acryl auf Leinwand, © Wolfgang Hambrecht/ VG Bild-Kunst (Bonn)

Wolfgang Hambrecht - Blech und Blumen, 2017, 90 x 120 cm, Öl und Acryl auf Leinwand, © Wolfgang Hambrecht/ VG Bild-Kunst (Bonn)

Wolfgang Hambrecht

Blech und Blumen

08.04.17 - 12.05.17

Eröffnung 07.04.17 - 18:00


Vertraut und fremd zugleich präsentieren sich die farbenfrohen Bilder von Wolfgang Hambrecht. Auch wenn man Gegenstände und Utensilien erkennt, stutzt man häufig über die beschriebenen Orte, die in abgelegene oder versteckte Ecken führen. Die Bilder könnten Ansichten des eigenen Gartens oder Reiseeindrücke abseits der Touristenrouten zeigen.

Eine flüssige Malweise, die sowohl gestisch als auch flächig ein Motiv skizziert, zeigt Hambrechts starke Tendenz zu einer autonomen Malerei. Seine in Farben und Helligkeit sicher austarierten Bilder orientieren sich am nie bis ins letzte ausformulierten Gegenstand. Sie sind kompositorisch offen und könnten jederzeit in die Abstraktion kippen.

Ulrich Diekmann – Herr Klotz isst ein Sandwich, 2017, Acryl und Pigmente (Mischtechnik), 13 x 18 x 13 cm

Ulrich Diekmann – Herr Klotz isst ein Sandwich, 2017, Acryl und Pigmente (Mischtechnik), 13 x 18 x 13 cm

Ulrich Diekmann

(größtenteils) neue Bilder, eine kleine Skulptur + ein Video

24.02.17 - 24.03.17

Eröffnung 24.02.17 - 18:00


Seit seiner ersten Ausstellung 1998 in der Galerie Hübner & Hübner überrascht Ulrich Diekmann die Besucher immer wieder mit neuen Blicken auf Farbe, Bewegung und Materie, zuletzt mit einer Portion Humor in einem Video mit Selbstauswischung in der letztjährigen Saisonstartausstellung. In der aktuellen Ausstellung konzentriert er sich in Bild, Skulptur und Video noch stärker auf Schichten von Farbmaterie sowohl in Bildern als auch pur als Skulptur. Das wiederholte Auftragen von Farbe und das kurz darauf erfolgende wieder Abtragen ist ein typisches Prinzip seiner Arbeitsweise. Die vielen fein abgeschliffenen Acrylschichtungen, die teilweise wieder sichtbar werden, erzeugen ein ästhetisches Farberlebnis, das durch die häufig nur geahnte verborgen gebliebene Materie noch gesteigert wird. Sein Video bezieht den Reiz mit einem auf Farbwirkungen und Formen zielenden Verrätseln: Unter anderem im Frankfurt entstandene Filmsequenzen werden so verfremdet, dass von ihnen nur mehrere Layer von bewegten Formen und Farben in einem verspielt-heiterem abstrakten Trickfilm bleiben.

Michael Schäfer – Ausstellungsansicht 2017 in der Galerie Hübner & Hübner (Simulation)

Michael Schäfer – Ausstellungsansicht 2017 in der Galerie Hübner & Hübner (Simulation)

Michael Schäfer

Aporie - Fotoarbeiten

24.02.17 - 23.03.17

Eröffnung 24.02.17 - 18:00


Michael Schäfer weist mit seinen Arbeiten darauf hin, dass in einer von mehreren sich überlagernden Realitäten und Wahrheiten die menschliche Identität und analog dazu die des Bildes eine nichthaltbare Illusion ist. Das gilt noch mehr in einer Zeit, in der das Postfaktische im lärmenden Auftritt die Weltbühne betritt. Michael Schäfer versucht gar nicht erst, ein realistisches Abbild der Umwelt zu zeigen. Seine Themen sind dabei Rollenverhalten und besonders die Präsentation des Selbst in unterschiedlichen Umgebungen, die er auch in Schwarzweiß umsetzt und in Installationen präsentiert. In seinen Porträts und Szenen weisen Unstimmigkeiten in Texturen und Details oder ungewöhnliche Anordnungen und Situationen auf eine Manipulation des Originalmaterials hin, die immer wieder zur Reflexion über Wahrnehmung und Realität einlädt, die allerdings eine „Aporie“ („Ausweglosigkeit“) bleibt, ein nicht zu lösendes Problem, da die Schlüsse zu widersprüchlich sind und bleiben werden. 

Rona Kobel – Porcelain Love (EWS), 2015, Ultra Chrome Print, 150 x 95 cm

Rona Kobel – Porcelain Love (EWS), 2015, Ultra Chrome Print, 150 x 95 cm

Rona Kobel

Neue Arbeiten

27.01.17 - 17.02.17

Eröffnung 27.01.17 - 18:00


Rona Kobel durchbricht mit ihren widersprüchlichen Porzellanfiguren eine Erwartungshaltung, die mit reinen, zartem Porzellan spielt, mit dem sie medial tausendfach verbreitete Bilder von Gräueltaten und Katastrophen formt: Gewalt und Schrecken in der weiß-goldenen Ästhetik eines kostbaren Materials.
Die mit Sorgfalt und technischer Raffinesse bearbeiteten Fotografien mit umgesetzten Szenen aus bekannten Hollywoodfilmen durchbrechen jede aufkommende Romantik mit dem Einbruch von Fragmentierungen und verstörenden Details.