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Thomas Böing – Raum, 2017, 30 x 45, Grafit auf Papier. © Thomas Böing/VG Bild-Kunst Bonn

Thomas Böing – Raum, 2017, 30 x 45, Grafit auf Papier. © Thomas Böing/VG Bild-Kunst Bonn

Thomas Böing

Black Sleep Content

07.07.17 - 04.08.17

Eröffnung 07.07.17 - 18:00


Thomas Böing überraschte über die Jahre immer wieder mit neuen Werkreihen, zuletzt mit seinen Foto-Cut-Outs und jüngst durch seine Fadenzeichnungen von Räumen. Nun greift er in seiner Reihe „Content“ Medieninhalte auf, die sich kaum mehr fassen lassen wie beispielsweise aus dem ursprünglichen Zusammenhang von Presse- und Internetfotos herausgerissene, unbeabsichtigt aufgenommene Menschen. Beabsichtigte Motive überarbeitet er hingegen in einem Zeichnungs- und Wiederauslöschungsprozess,  sodass sie eine neue Aussage erhalten. Auch Helligkeit bekommt nun eine besondere Bedeutung beispielsweise in seinen grafitübermalten Räumen. Indem er Unbekanntes an das Licht holt, Veröffentlichtes wieder verschwinden lässt und Hell-Dunkel als Thema hervorhebt, bringt er vernehmbar eine weitere metaphysische Dimension in seine Werke hinein.

Gabriela Jolowicz – Vik Hill, 2016, Holzschnitt, 49 x 69 cm © Gabriela Jolowicz

Gabriela Jolowicz – Vik Hill, 2016, Holzschnitt, 49 x 69 cm © Gabriela Jolowicz

Gabriela Jolowicz

Off Licence

07.07.17 - 04.08.17

Eröffnung 07.07.17 - 18:00


Die Holzschneiderin Gabriela Jolowicz stellt zum ersten Mal in der Galerie Hübner & Hübner aus und zeigt schwarzweiße Einzelblätter in kleiner Auflage, die an Comics oder Graphic Novels erinnern und zugleich aus einer langen Tradition druckgrafischer Medien schöpfen. Langeweile kommt in den Bildern der Künstlerin nicht auf: Sie sind angefüllt mit unterschiedlichsten in unserer Zeit verhafteten Szenen, die häufig aus dem eigenen Erleben der Wahlberlinerin entstehen. Ihr heiter-ironischer Mix von Verweisen auf Populärgeschmack oder  Konsum- und Freizeitverhalten im Gewand einer alten Technik wirkt mitunter surreal und lädt unwillkürlich zum Schmunzeln ein.

Sebastian Rug, o. Titel, 2017, 29,7 x 21 cm, Bleistift / Papier  © Sebastian Rug

Sebastian Rug, o. Titel, 2017, 29,7 x 21 cm, Bleistift / Papier  © Sebastian Rug

Sebastian Rug

Zeichnungen

03.06.17 - 30.06.17

Eröffnung 02.06.17 - 18:00


Sebastian Rugs Zeichnungen sind keine lockeren, seltsam zusammengesetzten Gewebe, wie man es auf dem ersten Blick vielleicht vermuten könnte. Es sind vielmehr Linienstrukturen, die in einem anfangs festgelegten grafischen Grundelement aus dem Zeichenprozess heraus langsam und akribisch erwachsen. Die unterschiedlichen Texturen, die Platz für weitere Assoziationen lassen, entstehen durch Dichte und Weite der mitunter in mehreren Ebenen aneinander- und übereinandergesetzten feinen Bleistiftstriche. Jede einzelne Strichsetzung leitet den Künstler konzentriert zur nächsten Linie, sodass lebendige Blätter voller Mikroereignisse zwischen Plan und Ziellosigkeit entstehen, die das Betrachten zu einem Vergnügen macht. 

Ib Jorn  - o. Titel, 2017, 60 x 80 cm, Collage auf Leinwand

Ib Jorn  - o. Titel, 2017, 60 x 80 cm, Collage auf Leinwand

Ib Jorn

Weißensee

03.06.17 - 30.06.17

Eröffnung 02.06.17 - 18:00


In seiner vierten Einzelausstellung in der Galerie Hübner & Hübner zeigt Ib Maurice Jorn neue groß- und mittelformatige Werke, die aus geschnittenen, gerissenen, bedruckten und bemalten Papierstreifen geklebt sind, aber wie abstrakte Malereien wirken können. Ib Maurice Jorn beherrscht alle Übergänge zwischen Collage und Malerei meisterhaft. Seine Landschaften sind farbgetränkt und trotz ihrer strukturbildenden Schichtungen sehr emotional, seine fiktiven Landkarten zeigen in Vogelperspektive Ansichten von Weltgegenden, die man erkunden kann. - Zum ersten Mal zeigt er Bilder aus der neuen Serie „Staatenlosen Flaggen“, die im Titel mit der Diskrepanz zwischen nationaler Zugehörigkeit und Ausgeschlossen-Sein spielen. 

Heidi Riehl – O.T., 2017, Tusche auf Papier, 15 x 21 cm

Heidi Riehl – O.T., 2017, Tusche auf Papier, 15 x 21 cm

Heidi Riehl

Zeichnungen und Bilder

08.04.17 - 12.05.17

Eröffnung 07.04.17 - 18:00


In ihren Tuschezeichnungen malt Heidi Riehl meist Landschaften, die mit Strichen und sparsam gesetzten Farbflächen oft nur angedeutet werden. Ebenso wichtig wie der Tuschefluss ist die unterschiedliche Materialität des Papiers, das sie auch im Alltag findet. Ausgehend von Vorbild des Freundes und Lehrers Karl Bohrmann nimmt sie Anregungen der europäischen Zeichnung auf, schneidet aber auch Motive an wie in der chinesischen und japanischen Malerei. Immer bleibt ihre persönliche Handschrift in den reduzierten Farbklängen und der sicher analysierenden Pinselführung erkennbar.
Neben den Zeichnungen werden auch kleinformatige Bilder gezeigt.