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Katrin Ströbel - Body politics I, 2016, Zeichnung, Collage auf Papier, 20,5 x 14,4 cm (Detail)

Katrin Ströbel - Body politics I, 2016, Zeichnung, Collage auf Papier, 20,5 x 14,4 cm (Detail)

Katrin Ströbel

A woman's place

23.06.17 - 02.09.17

Eröffnung 22.06.17 - 19:00


Katrin Ströbels Zeichnungen, Installationen und Videos behandeln Fragen zur Semiotik wie etwa das Verhältnis von Wort und Bild, Sprache und kulturellen Codes. Angeregt durch zahlreiche Reisestipendien und längere Aufenthalte an verschiedenen Orten in Europa, Afrika und Amerika beschäftigen sie sich in ihren Arbeiten heute vor allem mit interkulturellen und sozialpolitischen Themen wie die Auswirkungen von Urbanismus und Architektur, Migration, Grenzen und interkulturelle Kommunikation. Neben diesen politischen oder kulturellen Themen stellt aber auch die grundlegende Reflektion von Bedeutung und Funktion zeitgenössischer Kunst in den sogenannten „westlichen“ und „nichtwestlichen“ Kontexten ein weiteres wichtiges Sujet in ihrem Werk dar.
Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf den Slogan „A woman´s place in the revolution“, der häufig als Statement während des International Women´s Day genutzt wird. Ströbel wählt bewusst einen eher offenen Titel, um möglichst viele Lesarten zu ermöglichen. Während ihrer Arbeitsreisen in andere Länder und Kontinente hat sie verschiedene Bilder, Rollen und Orte von Frauen in der Gesellschaft kennengelernt.  Ein Resultat daraus ist, dass die Arbeiten in der Ausstellung Themen wie das Verhältnis des weiblichen Körpers und des öffentlichen/urbanen Raums, die Position der Frauen im Kunstmarkt und der Kunstwelt oder der weibliche, exotisierte Körper im postkolonialen Diskurs erforschen. Indem sie Text, Bild und Objekte verbindet schafft Ströbel ein subtiles Oeuvre, dass den Betrachter für die aktuellen Missverhältnisse in der Welt sensibilisiert, deren Gründe in einer verachtenden, ungleichen ökonomischen und kolonialen Politik liegen.

Donnerstag, 10.08.2017, 19.00 Uhr
Let us celebrate the summer! -  Apéro und Führung mit Katrin Ströbel

<p>Jáchym Fleig - Stratifikation - dreiteiliger plastischer Eingriff in den Architekturkörper, Knolle - Bodenarbeit, Rizzuto Gallery Palermo, 2016</p>

Jáchym Fleig - Stratifikation - dreiteiliger plastischer Eingriff in den Architekturkörper, Knolle - Bodenarbeit, Rizzuto Gallery Palermo, 2016

Jáchym Fleig

STRUKTURreFORM

12.05.17 - 17.06.17

Eröffnung 11.05.17 - 19:00


STRUKTURreFORM kann als ein Wortspiel verstanden werden, das grundsätzlich Fleigs künstlerische Praxis kennzeichnet. Seine überdimensionalen Skulpturen erinnern an Natur und lebende Organismen, die unorganische, von Menschen geschaffene Strukturen wie Gebäude, Innenräume und Möbel befallen. Seine Arbeiten erweitern das konventionelle Konzept der Skulptur, aus Steinen oder anderen Naturmaterialien konkrete Formen zu meißeln, indem sie das Gegenteil der traditionellen Definition der Skulptur verbildlichen.

Tatsächlich schafft Fleig Arbeiten, die wie Steine, Stalaktiten oder andere Naturmaterialien aussehen und den Wachstumsprozess betonen. Seine scheinbar parasitischen Strukturen scheinen, alles, was sie können zu besetzen: die zentrale Wand im Ausstellungsraum, den Eingang der Galerie, den Flur des AtelierFrankfurt vor unseren Räumen. Durch die Strategie der Okkupation fokussiert er nicht nur die Strukturen, die er schafft, sondern auch auf die Strukturen und Formen, die sie einzunehmen scheinen. In diesem Verhältnis zwischen parasitischer Form und ihrem Wirt liegt das besondere Interesse des Künstlers, auf das er auch das Augenmerk des Betrachters lenken will. Dafür nimmt er auf intelligente Weise den öffentlichen oder privaten Raum ein und wirft so indirekt Fragen über das Verhältnis von Mensch, Natur und technologischen Wachstum auf.

Donnerstag, 8. Juni 2017, 19:30 Uhr: Prof. Dr. Christian Janecke (HFG Offenbach) im Gespräch mit dem Künstler Jáchym Fleig

Goekhan Erdogan - Ohne Titel, Offset Drucke, Leim, 84 x 124 cm, 2017 (Detail)

Goekhan Erdogan - Ohne Titel, Offset Drucke, Leim, 84 x 124 cm, 2017 (Detail)

Goekhan Erdogan

It's all about the face

18.03.17 - 05.05.17

Eröffnung 17.03.17 - 19:00


Die Ausstellung mit dem Titel „It’s all about the face“ zeigt eine Auswahl von neusten Papierarbeiten, Installationen und Objekten des Künstlers. In seinem Werk vereinen sich zwei wesentliche Aspekte; inhaltlich gilt sein Interesse dem Portrait als aussagekräftigste Darstellung des Menschen und formal der Art wie das Portrait abgebildet, reproduziert und vervielfältigt wird.
Erdogans künstlerische Arbeit ist das Ergebnis seiner breiten, noch andauernden Recherche über das Thema, in dem philosophische, psychologische, soziologische, kunstgeschichtliche und politische Aspekte gleichermaßen von Bedeutung sind. Diese umfassende Recherche bildet die Grundlage für seinen Schaffens- und Produktionsprozess, dessen Ergebnis im Gegensatz dazu erstaunlicherweise minimalistisch und reduziert ist. Ein Bild von ihm selbst in Form von Fotografie oder Fotokopie ist zugleich Inhalt und Material seiner Arbeiten. Indem er tausende dieser Bilder seines Gesichtes laminiert und zu massiven Blöcken verwandelt, erschafft er sogenannte Foto-Skulpturen, aus denen eine Vielzahl von Flachreliefen hervorgehen. Jede dieser Arbeiten kreist zugleich um die Wiederholung des Selben und um die Unterscheidung im Vorgehen.

Björn Drenkwitz, Klimmzug (Detail), 2010, HD Video, Dauer 00:49 (Videoloop)

Björn Drenkwitz, Klimmzug (Detail), 2010, HD Video, Dauer 00:49 (Videoloop)

Björn Drenkwitz

Meaningful Silence

28.01.17 - 04.03.17

Eröffnung 27.01.17 - 19:00


In vielen seiner Arbeiten beschäftigt sich Drenkwitz mit dem Thema Zeit, ihrem Stellenwert für das lineare Medium Video und dem Einfluss ihres Verstreichens auf die Wahrnehmung des Betrachters. Die in seinen Videoarbeiten thematisierten Prozesse und Erkenntnisse überträgt der Künstler auch auf andere Medien. Hier stehen besonders die Einflüsse zeitlicher Abläufe auf das Medium selbst sowie die Übertragung digitaler Daten und Arbeitsabläufe in analoge Medien im Vordergrund.

Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt in Drenkwitz Arbeiten ist die Überführung von akustischen Frequenzen in visuelle Strukturen. So entstanden in den letzten Jahren Arbeiten, die sich der Methoden und Prozesse der digitalen Medien bedienen (etwa die Speicherung oder Übertragung von Informationen) und diese in Objekte, Grafiken und Installationen übersetzen.

Hendrik Zimmer - Untitled, 2016

Hendrik Zimmer - Untitled, 2016

Hendrik Zimmer

Strand der Stadt

05.11.16 - 21.12.16

Eröffnung 04.11.16 - 19:00


Gefundene Materialien wie zum Beispiel Fotografien, die er Postern, Bannern oder Zeitschriften entnimmt und mit malerischen Gesten verbindet, bilden das Herzstück von Zimmers künstlerischer Praxis. Diese gefundenen Materialien, die er für den Hintergrund seiner Kompositionen nutzt, entnimmt er direkt den Städten, in denen er lebt. Die für die Ausstellung ausgewählten Arbeiten basieren auf Zimmers typischer Technik der Décollage, doch diesmal tritt der malerische Ausdruck in den Vordergrund.
 
Das Ergebnis ist eine Gruppe von Werken, die auf den ersten Blick die Idee einer subtilen Bildsprache hervorrufen. Sie tragen jedoch in Wirklichkeit eine enorme Bilddichte in sich, die sich dem Betrachter erst bei längerem Hinsehen offenbart.