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Vincenc Slavicek | Christiane Erdmann

Malerei | Skulptur

31.01.19 - 06.03.19


Jiří Vincenc Slavíčeks frühen Gemälde zeichneten sich durch figurative sowie politkritische Elemente aus. 1989 nach dem ästhetischen Umbruch seines Werkes, wurde seine Malerei abstrakter. Slavíček sieht, was eine Szenerie über die Natur offenbart und gibt das mit viel künstlerischer Reflexion in seiner Arbeit wieder. Somit entstehen aus losgelösten und gegenständlichen Komponenten, emotional ausdruckskräftige florale Bilder.

Alle Arbeiten Christiane Erdmanns, entstehen aus einem massiven Holzblock, dem sie nach und nach durch immer filigraner werdendes Werkzeug in die gewünschte Gestalt umwandelt. — Ist die bildhauerische Arbeit vollendet, versieht die Künstlerin Ihre Arbeiten mit Farben. — Diese verleihen den zugleich kraftvollen und manchmal auch sonderbar erscheinen Gestalten und eine gewisse Dynamik und Lebhaftigkeit.

<div>Mirko Schallenberg - Nexus, o.J., Öl auf Leinwand, 125 x 150 cm</div>

Mirko Schallenberg - Nexus, o.J., Öl auf Leinwand, 125 x 150 cm

Mirko Schallenberg

18.10.18 - 18.01.19

Eröffnung 17.10.18 - 18:30


Auffällig ist die Stapelung alltäglicher Dinge in Mirko Schallenbergs Werken – die sogenannten Dingpyramiden. Der Künstler schafft Werke die viele Fragen aufwerfen. In seinen Bildern findet man Gesteine, Lebensmittel, Bücher, Bienenwaben, Gläser, Vasen – Gegenstände die für gewöhnlich nicht miteinander in Verbindung gebracht werden.

Der Künstler bringt Ruhe in das Chaos der Dinge. Auch wenn das Arrangement fragil erscheint, strahlt die Konstruktion der dargestellten Gegenstände eine gewisse Standhaftigkeit aus. Die Anordnung der Gegenstände führt er durch malerische Mittel zusammen, sodass diese eine harmonische Dingpyramide bilden.

<div>Edite Grinberga - Abend in Eichbuschallee, 2018, Öl auf Leinwand, 120 x 180 cm&nbsp;</div>

Edite Grinberga - Abend in Eichbuschallee, 2018, Öl auf Leinwand, 120 x 180 cm 

Edite Grinberga & Maximilian Verhas

06.09.18 - 13.10.18

Eröffnung 05.09.18 - 18:30


Die verlassenen Interieurdarstellungen, die Edite Grinberga mit wenigen Alltagsgegenständen, wie einem Buch, einem Kleidungsstück, einem Musikinstrument oder einem Stuhl ausstattet, strahlen eine wunderschöne Melancholie aus. Diese melancholisch verträumten Momente fängt sie keinesfalls zufällig ein. Nach der Findung einer harmonischen Komposition fotografiert sie den Raum zu unterschiedlichen Zeitpunkten, um die perfekte Licht- und Schattenkomposition einzufangen. Erst dann beginnt sie mit dem Malen.

Die Kunstwerke von Maximilian Verhas entspringen dem Grunde nach einem urkünstlerischen Prinzip – der Sinneswahrnehmung. Schon während seiner Ausbildung im Fach Bildhauerei an der Akademie für Bildende Künste in Nürnberg setze sich der angehende Künstler intensiv dem Thema „dimensionaler“ Wahrnehmung auseinander. Es ist das Prinzip der Mehransichtigkeit, welches  ihn damals wie heute fasziniert- eine Ästhetik, die durch Formen und fliesende Kompositionen, je nach Betrachterstandpunkt, zum Vorschein kommt.

Joseph Stefanelli - The Big Splurge (4-teilig), 1994, Acryl auf Leinwand, 203 x 260 cm

Joseph Stefanelli - The Big Splurge (4-teilig), 1994, Acryl auf Leinwand, 203 x 260 cm

Joe Stefanelli

Retrospektive

24.05.18 - 15.06.18

Eröffnung 23.05.18 - 18:30


Joe Stefanelli wurde 1921 in Philadelphia geborene er studierte Anfang der 50er Jahre in New York an der Hans Hoffmann Akademie und schloss sich mit z.B. Jackson Pollock,Willem de Kooning, Franz Kline und Arshile Gorkey zur Gruppe der New York School of Abstract Expressionism zusammen. Treffpunkt dieser Künstler-Generation wurde die berühmte Cedar Bar, in der sich die Künstler öfter trafen als in der Akademie, um ihre neue Kunstrichtung gemeinsam zu entwickeln. Der große Durchbruch kam für sie 1951, als der berühmte Galerist Leo Castelli am 21. Juni 1951 zur legendären 9th Street Show einlud, Joe Stefanelli war dabei. Er war immer Mitglied dieser Künstlergruppe, die sich in den Nachkriegsjahren zum Zentrum der modernen Kunst entwickelte. Für fast alle dieser Expressionisten-Gruppe, auch für Joe Stefanelli, begann eine Weltkarriere. Joe Stefanelli wollte nicht nur am Kunstmarkt teilnehmen, sondern sich vor allem der nächsten — Generation widmen. Er wurde einer der wichtigsten Kunstprofessoren der USA.
Am 27. September ist Joe Stefanelli im Alter von 96 Jahren in New York verstorben. Mit dieser Austellung ehrt die Galerie eine hochgeschätzte, großartige Persönlichkeit.

Susanne Auslender - Mongolian Blues, 2017, Fichte, lasiert, 57 x 82 x 45 cm&nbsp;

Susanne Auslender - Mongolian Blues, 2017, Fichte, lasiert, 57 x 82 x 45 cm 

Andrea Damp | Susanne Auslender

Tertulia

12.04.18 - 11.05.18

Eröffnung 11.04.18 - 18:30


Von wässrig, fast aquarellig, bis sämig zäh fließt die Acryl- oder Ölfarbe ineinander und übereinander. Auf dieser Grundlage beginnt  Andrea Damp zielgerichtet und dennoch dem Zufälligen Platz bietend, eine neue Bildwelt zu erarbeiten. Als Inspirationsquelle dienen ihr die alltäglichen Bilderfluten aus Zeitungen, dem Internet oder aus der Ansammlung persönlicher Schnappschüsse. Unabhängig davon, welcher motivischer Vorlagen sie sich bedient, charakteristisch erscheint immer wieder die stete Entleerung und Isolierung des vorgefundenen Motivs von allen seinen Ursprüngen, Zusammenhängen und Bedeutungsinhalten.

Susanne Auslender hat das Figürliche von Anfang an zum Thema ihrer Kunst gemacht. Ein Schwerpunkt ihres Werkes widmet sie den Blumendarstellungen. In vielfältigen Varianten entsteht das zarte organische Naturerzeugnis Blume aus grob gesägtem Holz. Jede Blume für sich wird zum Formereignis. Aus kubischen Holzpodesten wachsen Stiele und Blätter so eng nebeneinander, farblich Ton in Ton, dass sich die kompakte Materialität des Holzes erst in Blütennähe lichtet. Andere Blumen stehen frei auf dem Sockel und scheinen trotz jeglicher Festigkeit zu taumeln. Mitunter hat man den Eindruck, als handele es sich hier um tänzerische Bewegungsstudien, deren Ordnung immer wieder von einzelnen Abweichungen irritiert wird.