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Georg Herold

ado less sense

12.05.18 - 23.06.18

Eröffnung 11.05.18 - 19:00


Secundino Hernández

New Painting

10.03.18 - 28.04.18

Eröffnung 09.03.18 - 19:00


Meuser - Ohne Titel, 2017, Stahl, Öl, 60 x 60 x 35 cm

Meuser - Ohne Titel, 2017, Stahl, Öl, 60 x 60 x 35 cm

Meuser

Abwasser

20.01.18 - 03.03.18


Die Galerie Bärbel Grässlin zeigt unter dem Titel Abwasser neue Arbeiten von Meuser. Abwasser ist Wasser, das durch den Gebrauch verunreinigt oder verändert wurde. Es hat keine feste Form, sondern nur eine Farbe, nach der es unterschieden wird. Grau-, Schwarz-, Braun- und Gelbwasser werden durch mechanische und chemische Klärungsprozesse aufbereitet und für verschiedene Zwecke wiederverwendbar gemacht.  

Schrott ist Material, das durch viele Hände ging und sich durch deren Nutzung veränderte, bis es schließlich überflüssig war und weggeworfen wurde. Meuser greift dieses Material auf. Durch seine Bearbeitung löst er es zwar aus seiner einstigen Zweckgebundenheit, verhindert aber auch, dass der Schrott in den Recyclingkreislauf eintritt und seine Form durch Einschmelzung verliert. Zuschnitt, Schweißung, Stauchung, Faltung und Oberflächenbehandlung bereiten das Rohmaterial auf und hauchen ihm neues Leben ein, ohne das alte unsichtbar zu machen. Dieser Prozess wird durch eine Umwidmung abgeschlossen. Titel, die zwischen der Banalität eines Kneipenwitzes und bildgebender Poesie schwingen, weisen den Skulpturen nicht nur einen Namen, sondern auch ein Gesicht zu. Was einst eine schwere Stahltür gewesen sein mag, trägt nun den Titel Streit im Morgenmantel. Ein rosa Gewand mit hellblauem Saum, das nicht träge an der Wand herunterhängt, sondern in seiner verzerrten Form zu schreien scheint.  Der zerknautschte Kanister mit der samtig braunen Oberfläche bekommt unter dem Titel Frisierkittel plötzlich nicht nur einen Namen, sondern auch eine neue Form, sein Ausguss wird zum Kragen, der Korpus zum agil schwingenden Faltenwurf.

Imi Knoebel

VEB Kontor

11.11.17 - 13.01.18

Eröffnung 10.11.17 - 19:00



VEB Kontor ist die titelgebende Installation der aktuellen Ausstellung Imi Knoebels in der Galerie Bärbel Grässlin. Sie nimmt den hinteren Teil des Galerieraums komplett für sich in Anspruch. Sie besteht aus zehn Paletten des in Transportfolie gepackten Allzweckreinigers IMI „gegen groben Schmutz“, Kehrwalzen, Hartfaserplatten in Form von Kuben und Bildern und aus einem orangenen Trapez aus Aluminium, das sich dem aufschauenden Betrachter entgegenneigt und über allem wie eine untergehende Sonne thront.

Auch wenn in und unter den Kuben des Vorraums aktuelle Aluminiumarbeiten gezeigt werden, dominieren die Hartfaserplatten das Bild. Sie waren schon immer da. Schon immer, das heißt seit den späten sechziger Jahren.
Damals war die Hartfaserplatte das erste Material, das zwischen dem Schwarz des Stifts und dem Weiß des Papiers eine Nuance bot. Eine warme Farbe und gleichzeitig ein Material mit einer festen Verbindung zur realen Welt außerhalb der Akademie. Sie wurde zum elementaren Bestandteil der Installation Raum 19, Imi Knoebels erster raumgreifender Arbeit, die aus Skulpturen und Bildern aus ebendiesem Material bestand. Als Teil der Installation VEB Kontor erinnern die Hartfaserplatten daran. Als Bilder an der Wand jedoch lassen sie die Faszination für das Material greifbar werden. Denn sie sind gezeichnet. Nicht von Künstlerhand, sondern von der Maschine, die die Holzmaische in Form presste und so eine ungleichmäßig-flockige Maserung entstehen ließ und von der Zeit, die unterschiedliche Lagerspuren als helle und dunkle Schatten hinterließ.

Günther Förg

84-90

09.09.17 - 31.10.17

Eröffnung 08.09.17 - 18:00


Was in der Galerie Bärbel Grässlin im Moment zu sehen ist, sind wie der Titel schon sagt Arbeiten von Günther Förg, die in den Jahren zwischen 1984 und 1990 entstanden sind. Es sind Fotografien und Malereien auf Leinwand, Blei, Holz, Papier und im Raum.

Die Malerei ist abstrakt, und dies nicht in einem Sinne, der sich gegen die Figuration behaupten möchte oder etwa müsste. Es ist eine Abstraktion, die den Kämpfen derer, die sich darum streiten mussten, „ob dies Kunst sei“, den Rücken zudreht und sich bedient, an ihrer unerschöpflichen Palette an Form- und Farb- und Materialmöglichkeiten. Dabei geht es keinesfalls wahllos zu, im Gegenteil! Vielmehr findet hier ein Rückblick statt, der sich damit auseinandersetzt, was damals übersehen wurde, als in den 60er Jahren plötzlich Spezifizität groß und Indexikalität klein geschrieben wurden. Zu sehen ist jedoch kein erhobener postmoderner Zeigefinger, der eine widerlegte Ideologie gegen eine neue ersetzt, sondern eine Begeisterung für abstrakte Malerei, die selbstreferentiell und gleichzeitig grenzüberschreitend ist. So trennen sich Günther Förgs Arbeiten auch nicht vom Realraum, um dem Betrachter etwa in einem Raum zweiter Ordnung zu begegnen, sondern funktionieren in und mit dem Hier und Jetzt. Das Hier ist der Galerieraum, in dem die farbige Wandmalerei in direktem Bezug zur Treppe steht, die auf der Fotografie daneben beschritten wird und das Jetzt ist der Moment, in dem sich der Betrachter selbst in der Spiegelung der gerahmten Fotografie entdeckt.

Günther Förg (1952–2013) hatte vor über dreißig Jahren seine erste Einzelausstellung in der damaligen Galerie Grässlin-Ehrhardt und arbeitete seitdem eng sowohl mit der Galerie Bärbel Grässlin als auch mit der Galerie Heinrich Ehrhardt in Madrid zusammen. 1992 nahm er an der von Jan Hoet kuratierten documenta IX teil und erhielt 1996 den Wolfgang-Hahn-Preis.