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Stefan Müller

20.01.17 - 04.03.17


Helmut Dorner- "ngm“, 2016, Öl auf Holz, 39,5 x 46 cm

Helmut Dorner- "ngm“, 2016, Öl auf Holz, 39,5 x 46 cm

Helmut Dorner

12.11.16 - 14.01.17

Eröffnung 11.11.16 - 19:00


Tobias Rehberger

Something else is possible

24.09.16 - 05.11.16

Eröffnung 23.09.16 - 19:00


Tobias Rehberger gibt ein Heimspiel in Frankfurt – in der Galerie Bärbel Grässlin, in der einst alles begann. Was er zeigt, sind grelle Neonreklamen, eine Wandmalerei und eine Vielzahl von Aquarellen – Statements, die allerlei ins Wackeln bringen.
Im Hauptraum flackern elf Neonleuchtreklamen. Die Werber, bekannt aus dem kuriosen Einzelhandel, dem zwielichtigen Gewerbe, dem Showbusiness aber auch aus der Kunst von Bruce Nauman geben widersprüchliche Informationen. Ein Elefant changiert zwischen „I’m doing it just because of the coal“ und „I’m just doing it because of the booze“, ein Bett zwischen „Buy a Bed“ und „Get free One Night Stand“. Aus „Never“ wird „Ever“ aus „Start“ wird „Stop“ oder andersrum. Das Flackern, das so auch zufällig im Außenraum oder in schlecht gewarteten Ausstellungen gefunden werden kann, betreibt im Galerieraum Werbung für die eigene Sache.
Das Graffiti ist präzise aus dem verwitterten ‚da Draußen’ in den Galerieraum übertragen. Jede Schicht eines solchen Wandbildes verweist auf einen anderen Urheber, ist dessen Botschaft oder die Reaktion auf das zuvor Gesprayte. Über die Werbung für An(g)us Steak ist „GUS“ gesprüht, der Name eines Charakters aus der amerikanischen Serie Breaking Bad. Er baute sich ein Hühnchenimperium auf und nutzte seine etablierten Transportwege, um Cristal Meth an den Mann und die Frau zu bringen. Es ist aber auch die Abkürzung der „Gemeinschaft Unabhängiger Staaten“, ehemaliger Teilrepubliken der Sowjetunion, die nach dem Niedergang der Sowjetunion einen gemeinsamen Wirtschafts- und Sicherheitsraum gründeten. Darüber steht in dünner Schrift „Deine Mutter arbeitet bei Nordsee als Geruch“. Es wird also zu einigen Abschweifungen eingeladen. Die Arbeiten treffen sich jedoch auf ihrer Humorfrequenz. Die Aquarelle aus unterschiedlichen Zeiten wirken daneben in ihrer Petersburger Hängung als Mini Retrospektive. Sie zeigen eine Art ‚was bisher geschah’ zu dem Spektakel, das sich auf dem Parkett abspielt.
Tobias Rehberger gewann auf der Biennale 2009 für die Gestaltung seines Cafés Was du liebst, bringt dich auch zum Weinen den goldenen Löwen. Mit seinen Rauminstallationen bringt er immer wieder den Betrachterstandpunkt zum Wackeln und seine „disabled sculptures“ erheben den scheinbaren Makel zur Funktion. Das Spiel zwischen angewandter und autonomer Kunst ist sein Heimatrasen und „SOMETHING ELSE IS POSSIBLE“ der Wegweiser durch die aktuelle Ausstellung.

Lost and Found

26.07.16 - 17.09.16


Michael Beutler, Tom Burr, Abraham Cruzvillegas, Anna Fasshauer, Georg Herold, Martin Kähler, Martin Kippenberger, Imi Knoebel, Meuser, Reinhard Mucha, Andreas Slominski, Monika Sosnowska und Franz West. Eine Aufzählung die vermuten lässt, was tatsächlich Programm ist - es wird voll in der Galerie Bärbel Grässlin.

Der Titel „Lost & Found“ gibt dabei nicht nur einen Hinweis auf die Art wie, die Werke im Raum angeordnet sind, nämlich wie in einem Fundbüro. Der Titel verweist aber auch auf den Ursprung der einzelnen Arbeiten. Denn was sie gemeinsam haben ist, dass sie aus gefundenen Materialien bestehen, die von den KünstlerInnen in ihrer je eigenen Manier ver- und bearbeitet wurden.

Die aktuelle Schau in der Galerie Bärbel Grässlin ist umfangreich was die Verweise, Verflechtungen und Bezüge angeht, die ihre Arbeiten zeigen. Was sie verbindet ist ihre Ortsspezifität. Denn sie alle stehen in enger Verbindung zu ihrem jeweiligen Fundort, den die KünstlerInnen in den Ausstellungsraum mitnehmen.

Bitte beachten: Vom 8. - 22. August ist die Galerie geschlossen.

Meuser

08.06.16 - 09.07.16


Meuser zeigt Schrott – Dinge, die aussortiert wurden, die einst einen Nutzen und eine Funktion hatten.

Meuser greift dieses Material auf und löst es aus seiner einstigen Zweckgebundenheit, indem er es zuschneidet, schweißt, staucht, drückt, faltet und bemalt. Die Oberflächenbehandlung ist dabei immer auch eine Veredelung. Sie gibt den Objekten ihre eigene Haptik, lässt sie trocken, porös oder samtig wirken. Der Prozess der Lösung aus einer einstmals betriebsamen Wirklichkeit wird abgeschlossen durch eine Umwidmung. Meusers Titel geben seinen Skulpturen einen Namen und damit ein neues Wesen und einen ganz eigenen Witz. Ihre Anordnung im Raum lässt sie zu Wandungen werden, zu Installationen, die hintersinnige Geschichten erzählen.