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Accrochage

19.07.16 - 06.08.16


Meuser

08.06.16 - 09.07.16


Meuser zeigt Schrott – Dinge, die aussortiert wurden, die einst einen Nutzen und eine Funktion hatten.

Meuser greift dieses Material auf und löst es aus seiner einstigen Zweckgebundenheit, indem er es zuschneidet, schweißt, staucht, drückt, faltet und bemalt. Die Oberflächenbehandlung ist dabei immer auch eine Veredelung. Sie gibt den Objekten ihre eigene Haptik, lässt sie trocken, porös oder samtig wirken. Der Prozess der Lösung aus einer einstmals betriebsamen Wirklichkeit wird abgeschlossen durch eine Umwidmung. Meusers Titel geben seinen Skulpturen einen Namen und damit ein neues Wesen und einen ganz eigenen Witz. Ihre Anordnung im Raum lässt sie zu Wandungen werden, zu Installationen, die hintersinnige Geschichten erzählen.

Andreas Slominski

A-ski

23.04.16 - 28.05.16

Eröffnung 22.04.16 - 19:00


Der Titel der aktuellen Ausstellung Andreas Slominskis in der Galerie Bärbel Grässlin beginnt mit dem ersten Buchstaben seines Vornamens und endet auf ski, der Endsilbe seines Familiennamens, die seine sportive Grundhaltung widerspiegelt. Man mag nun erwarten, dass die Ausstellung das zeigt, was sich zwischen A und ski abspielt oder abgespielt hat. Ob diese Erwartung erfüllt wird, bleibt offen, denn zu sehen sind Garagentore.Die Außenseite der Tore zeigt zur Wand, der Betrachter sieht so ihre Innenseite, die Seite, die innerhalb der Garage die vierte Wand bildet. Garagentore verschließen Garagen wie Augenlider Augen. Ist das Tor geöffnet, hat man einen frischen Blick hinaus in die Welt, während die Innenseite des Garagentors zum Deckengemälde wird. Was passiert jedoch in der Garage, wenn sie geschlossen ist? Die Garage ist der Raum, in dem Unkreative und Kreative ihren Hobbys nachgehen, Bands proben, Entwickler entwickeln und Erfinder erfinden. Geniale Firmengeschichten wie die von Disney, Porsche, Hewlett Packard, Apple, Microsoft und nicht zuletzt das Familienunternehmen Grässlin Zeitschalttechnik nahmen ihre Anfänge hinter verschlossenen Garagentoren.Die Innenseiten von Slominskis Garagentoren sind jedoch keine realen, sondern potentielle Zeugen von (un)kreativer Freizeitbeschäftigung oder findigem Entwicklergeist. Sie verführen durch eine geschickte Rhetorik, die zu Spekulationen einlädt. Denn die Tore sind fabrikneu und lassen andenken, was hätte passieren können und was noch passieren wird.

Secundino Hernández

Polvareda

12.03.16 - 16.04.16

Eröffnung 11.03.16 - 19:00


Zu sehen sind großformatige Malereien, die aussehen, als hätte sich ebendieser Staub gerade gelegt, als wäre die Wolke weitergezogen und hätte ihre Kraft auf der Leinwand entladen.Eine Metapher, die von Hernández’ komplexem Malprozess getragen wird. Dieser ist ein Geben und Nehmen, ein Arbeiten mit, für und gegen die Leinwand. So wird die erste, grundierende Farbschicht im nächsten Arbeitsschritt mit einem Hochdruckreiniger teilweise abgetragen, um den Hintergrund für die nachfolgenden abstrakten Formen vorzubereiten. Schraffierte Farbflächen bespielen die Farbschollen der Grundierung, die sich noch auf der Leinwand halten konnten. Auch ihnen wird zu Leibe gerückt, ihr Fluss gestoppt, ihre Energie ausgebremst, ihre allzu luftig auslaufenden Felder mit dem Spachtel wieder in ästhetische Grenzen verwiesen. Was dadurch entsteht ist eine intensive optische Verbindung zum Bildträger, die so sehr in die Tiefe des Bildraumes weist, dass die skizzenhaften nervösen, aber präzise gesetzten Linien an dessen Oberfläche aus ihm herausweisen – so luftig und greifbar, dass nur die teilweise Füllung ihrer Innenflächen sie wieder an die Leinwand bindet. Die neuen Bilder, die Hernández für die Ausstellung POLVAREDA hergestellt hat, thematisieren die Geschichte der Malerei, indem sie die Tradition der Affichisten aufgreifen. Sie zerschnitten und zerrissen einst mehrschichtig angebrachte Plakate im öffentlichen Raum. Ihre Arbeit war politisch, rebellisch und gleichzeitig malerisch. Hernández nimmt ihre Formsprache in seinen neuen Arbeiten auf, reduziert sie auf Form, Farbe, Fläche und Linie und lenkt so das Augenmerk auf den Gestus, auf das Graben, Schleifen, Kratzen und Reißen, das seinen neuen Bildern ihre Energie gibt.

<span style="font-size:7.5pt; font-family:&quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Heiner Blum - Funtown, 2013/14, 50 x 68,3 cm, UV-Druck auf Zinn<br /></span>

Heiner Blum - Funtown, 2013/14, 50 x 68,3 cm, UV-Druck auf Zinn

Heiner Blum

Zweite Welt

30.01.16 - 05.03.16

Eröffnung 29.01.16 - 19:00


Erst beim Durchstöbern der Erinnerungen fällt auf, dass diese Bilder nicht schon vorher feststanden, sondern aus einem Geschehen herausgeschnitten wurden. Es sind vor allem Filmstills aus Dokumentar- und Unterhaltungsfilmen. Blum hält den Fluss der Bilder an, verdichtet sie und löst sie so von ihrer Zeitlichkeit. Durch die darauffolgende Bearbeitung werden sie zu Bildikonen, die nicht nur auf geschichtliche Ereignisse, sondern auch auf die Geschichte der Kunst selbst verweisen. Dass hierbei die besondere Rolle der Fotografie im Mittelpunkt steht, zeigt schon die Wahl von Zinn als Bildträger. Es ist eine Reminiszenz auf die erste Fotografie, die 1826 von Joseph Nicéphore Niépce auf einer Zinnplatte fixiert wurde. Die Rolle der Fotografie wird aber auch in der Auswahl der Bilder selbst reflektiert. So stehen inszenierte Aufnahmen mit Schauspielern an Filmsets neben dokumentarischen Aufnahmen von Kriegsschauplätzen und fragen nach der Glaubwürdigkeit der Fotografie als Informationsträger. Mit ihren Titeln werden diese Bilder scheinbar an die Realität zurückgebunden. Ein Spiel mit abstrakten Schlagwörtern, das sich auch in der zweiten Arbeit, die wir im Ausstellungsraum sehen, wiederfindet. CNN ist eine Serie von graphisch nachempfundenen Nachrichtenbalken, innerhalb derer normalerweise die Headlines und die Namen der Journalisten des Cable News Networks zu finden sind. Aus diesen Balken wurden jedoch so viele Informationen gelöscht, dass nur noch Satzfetzen oder Worte zu sehen sind, deren Aussagen, Fragen und Aufforderungen weg vom realen Geschehen, hin zur freien Assoziation weisen.