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Stefan Müller - Ohne Titel, 2016, Acryl auf Leinwand, 70 x 50 cm

Stefan Müller - Ohne Titel, 2016, Acryl auf Leinwand, 70 x 50 cm

Stefan Müller

21.01.17 - 04.03.17

Eröffnung 20.01.17 - 19:00


Martin Kähler

Ridotto al Massimo

09.12.16 - 11.01.17


Martin Kähler findet seine Materialien auf Baustellen. Hierbei geht es nicht allein um die Dinge, die man wegtragen kann, sondern auch um die pragmatischen Installationen und ästhetischen Momente, die der eigene Rhythmus der Baustelle hervorbringt. Bauwerke streben Schicht für Schicht in die Höhe, während drum herum die Baumaterialien lagern, bereitgestellt, weggelegt oder- geworfen werden. Abraumspuren, die von der Baustelle weg- und zu ihr hinführen, setzen den Straßenbelag mit Staub zu. Es entstehen sich stets wandelnde Installationen, die eigentlich nur die intentionslose Dokumentation handwerklicher Arbeit sind. Martin Kähler eignet sich diese Materialien und Prozesse an. Seine Skulpturen und Objekte entstehen in direkter Konfrontation mit dem Material, er nimmt es in die Hände. Was zur künstlerischen Arbeit wird und was nicht ist dabei nicht vorherzusehen. Denn auch wenn ein klares Ziel verfolgt wird, so sind es oft die Dinge, die am Rand seiner Baustellen entstehen, die sich bei genauerem Hinsehen als die eigentliche Arbeit entpuppen. Es geht um gekonntes Scheitern und um das Festhalten zufälliger Konstellationen, deren Moment sich nur schwer reproduzieren lässt. Im Gedanken hängt er dabei am italienischen Begriff Sprezzatura, der sich nicht wörtlich ins Deutsche übersetzen lässt. Er bezeichnet die augenscheinliche Leichtigkeit, mit der ein Könner komplexe Situationen meistert, ohne sich eine Anstrengung anmerken zu lassen.

in der FILIALE, Stiftstraße 9

Helmut Dorner- "ngm“, 2016, Öl auf Holz, 39,5 x 46 cm

Helmut Dorner- "ngm“, 2016, Öl auf Holz, 39,5 x 46 cm

Helmut Dorner

12.11.16 - 14.01.17

Eröffnung 11.11.16 - 19:00


Helmut Dorners Bilder heben sich von der Wand ab oder werden vielmehr durch ihr Material von der Wand abgehoben. Es verführt dazu, den Malgrund auf Stelzen montiert zu sehen, offenbart aber auch, dass diese Stelzen wiederum einen Grund haben. Auf diesen Architekturen ruht der Bildraum. Im Gegensatz zu Gemälden auf Leinwänden, die den Druck der malerischen Geste aufnehmen und federn, stemmen sie sich diesem entgegen. Sie tragen die Farbe, welche ihrerseits nicht nur Farbgeber, sondern ebenso ein solider Farbkörper ist. Seine Form wird von einem schmiegsamen großzügigen Strich bestimmt. Die Malmasse schluckt durch ihre pastose Konsistenz und ihre Farbigkeit das Licht, das sie anzieht. Die Farben sind nicht gedeckt, jedoch kommen Blau, Orange, Rot, Lila und Rosa auch nicht kräftig daher. Es sind Töne, die den Produktionsmodus wiedergeben, die Stimmung des Lichts, des Tags und des Malers. Mal nehmen sie abstrakte Formen an, mal zeigen sich diese Formen durch ihren vermeintlichen Umraum. Die Arbeit mit dem Licht, das vom Bild nicht abgestoßen, sondern angezogen wird, wie auch das Format provozieren Annährung und damit Intimität
(Marina Rüdiger)

Tobias Rehberger

Something else is possible

24.09.16 - 05.11.16

Eröffnung 23.09.16 - 19:00


Tobias Rehberger gibt ein Heimspiel in Frankfurt – in der Galerie Bärbel Grässlin, in der einst alles begann. Was er zeigt, sind grelle Neonreklamen, eine Wandmalerei und eine Vielzahl von Aquarellen – Statements, die allerlei ins Wackeln bringen.
Im Hauptraum flackern elf Neonleuchtreklamen. Die Werber, bekannt aus dem kuriosen Einzelhandel, dem zwielichtigen Gewerbe, dem Showbusiness aber auch aus der Kunst von Bruce Nauman geben widersprüchliche Informationen. Ein Elefant changiert zwischen „I’m doing it just because of the coal“ und „I’m just doing it because of the booze“, ein Bett zwischen „Buy a Bed“ und „Get free One Night Stand“. Aus „Never“ wird „Ever“ aus „Start“ wird „Stop“ oder andersrum. Das Flackern, das so auch zufällig im Außenraum oder in schlecht gewarteten Ausstellungen gefunden werden kann, betreibt im Galerieraum Werbung für die eigene Sache.
Das Graffiti ist präzise aus dem verwitterten ‚da Draußen’ in den Galerieraum übertragen. Jede Schicht eines solchen Wandbildes verweist auf einen anderen Urheber, ist dessen Botschaft oder die Reaktion auf das zuvor Gesprayte. Über die Werbung für An(g)us Steak ist „GUS“ gesprüht, der Name eines Charakters aus der amerikanischen Serie Breaking Bad. Er baute sich ein Hühnchenimperium auf und nutzte seine etablierten Transportwege, um Cristal Meth an den Mann und die Frau zu bringen. Es ist aber auch die Abkürzung der „Gemeinschaft Unabhängiger Staaten“, ehemaliger Teilrepubliken der Sowjetunion, die nach dem Niedergang der Sowjetunion einen gemeinsamen Wirtschafts- und Sicherheitsraum gründeten. Darüber steht in dünner Schrift „Deine Mutter arbeitet bei Nordsee als Geruch“. Es wird also zu einigen Abschweifungen eingeladen. Die Arbeiten treffen sich jedoch auf ihrer Humorfrequenz. Die Aquarelle aus unterschiedlichen Zeiten wirken daneben in ihrer Petersburger Hängung als Mini Retrospektive. Sie zeigen eine Art ‚was bisher geschah’ zu dem Spektakel, das sich auf dem Parkett abspielt.
Tobias Rehberger gewann auf der Biennale 2009 für die Gestaltung seines Cafés Was du liebst, bringt dich auch zum Weinen den goldenen Löwen. Mit seinen Rauminstallationen bringt er immer wieder den Betrachterstandpunkt zum Wackeln und seine „disabled sculptures“ erheben den scheinbaren Makel zur Funktion. Das Spiel zwischen angewandter und autonomer Kunst ist sein Heimatrasen und „SOMETHING ELSE IS POSSIBLE“ der Wegweiser durch die aktuelle Ausstellung.

Lost and Found

26.07.16 - 17.09.16


Michael Beutler, Tom Burr, Abraham Cruzvillegas, Anna Fasshauer, Georg Herold, Martin Kähler, Martin Kippenberger, Imi Knoebel, Meuser, Reinhard Mucha, Andreas Slominski, Monika Sosnowska und Franz West. Eine Aufzählung die vermuten lässt, was tatsächlich Programm ist - es wird voll in der Galerie Bärbel Grässlin.

Der Titel „Lost & Found“ gibt dabei nicht nur einen Hinweis auf die Art wie, die Werke im Raum angeordnet sind, nämlich wie in einem Fundbüro. Der Titel verweist aber auch auf den Ursprung der einzelnen Arbeiten. Denn was sie gemeinsam haben ist, dass sie aus gefundenen Materialien bestehen, die von den KünstlerInnen in ihrer je eigenen Manier ver- und bearbeitet wurden.

Die aktuelle Schau in der Galerie Bärbel Grässlin ist umfangreich was die Verweise, Verflechtungen und Bezüge angeht, die ihre Arbeiten zeigen. Was sie verbindet ist ihre Ortsspezifität. Denn sie alle stehen in enger Verbindung zu ihrem jeweiligen Fundort, den die KünstlerInnen in den Ausstellungsraum mitnehmen.

Bitte beachten: Vom 8. - 22. August ist die Galerie geschlossen.