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Sebastian Kuhn - Display Devices XX, 2017, 160 x 90 x 70 cm

Sebastian Kuhn - Display Devices XX, 2017, 160 x 90 x 70 cm

Sebastian Kuhn

Bespoke

13.07.17 - 26.08.17

Eröffnung 12.07.17 - 19:00


Der Ausstellungstitel Bespoke, auf deutsch Maßgeschneidert, bezieht sich nicht nur auf die künstlerische Praxis von Sebastian Kuhn, sondern er bezieht sich in diesem speziellen Fall auch auf das Zusammenspiel zwischen den ausgewählten Objekten und dem Galerieraum.

Sebastian Kuhn verfügt inzwischen über ein umfangreiches künstlerisches Oeuvre, welches auch in musealen Sammlungen vertreten ist. Das Spektrum seiner Arbeiten reicht von Skulpturen für den Innen- sowie für den Außenraum bis zu großen site specific works. Er schöpft seine Kompositionen aus den unterschiedlichsten Materialien unserer alltäglichen ‚Dingwelt’. Trotz einer gewissen Schönheit, wirken die Arbeiten auf den ersten Blick durchaus auch unstimmig und dissonant, ja fast unharmonisch. Man könnte fast meinen, von ihnen ginge etwas Zerstörerisches und Bedrohliches aus, obwohl ihnen ihr ganz eigenes und persönliches Gleichgewicht innewohnt. Jedes Bauteil hat ein Gegen-Teil, jede Fläche hat eine Oberfläche, jede Farbe einen Kontrast. Kuhn schafft somit Harmonie und Dynamik. Die Lust, Wahrnehmung neu zu definieren und durch Titel der Arbeiten, wie z. B. The Kubrick Sessions auch den Betrachter erstmals zu irritieren, zeichnen das vielseitige und umfangreiche Werk des Künstlers aus.

Stephanie Senge - Flutschfinger, 2012, Acryl auf MDF und Langnesekarton, 150 x 120 x 15 cm

Stephanie Senge - Flutschfinger, 2012, Acryl auf MDF und Langnesekarton, 150 x 120 x 15 cm

Stephanie Senge

Konstruktivistischer Supermarkt

23.03.17 - 05.05.17

Eröffnung 22.03.17 - 19:00


Für ihren 'Eingriff' in der Galerie Anita Beckers vergleicht die Konsumkünstlerin Stephanie Senge diesmal das Kunstsystem mit dem Supermarktsystem. Ausgehend von Ihren konsumkonstruktivistischen Bildern entwickelt Sie für diese Ausstellung Modell und Manifest für Ihren „Konstruktivistischen Supermarkt“. Der White Cube der Galerie wird farbig gestrichen und die darin platzierten Bilder erweitern sich zu einer konstruktiven Rauminstallation. Ziel der Künstlerin ist es, durch Aneignung eine Transformation in den Alltag, sprich unser Verhalten im Supermarkt, herzustellen. Das Modell hierzu, sowie Ihr Manifest werden zusammen mit einer der ersten Konsum-Produkt-Editionen in der Galerie präsentiert. Die Frage 'Kann man beim Einkaufen Kunst erleben, denken verändern, wie bei dem Besuch einer Galerie?' wird mit der Ausstellung zur Diskussion gestellt.

Zur Finissage der Ausstellung am 05.05.2017, wird Stephanie Senge Die Straßenaktion „Konsum-Werte-Madonna“ halten.  Die „Demo-Prozession“ fängt um 18 Uhr in der Galerie Anita Beckers an und geht bis zum Römerberg. Im Anschluss daran um 19.30 wird Prof. Dr. Wolfgang Ullrich den Vortrag „Konsum von Werten – Werte durch Konsum: Über die Käuflichkeit von Moral“ in den Frankfurter Kunstverein halten.

Annegret Soltau, aus der Serie Selbst, 1975, Schwarzweißfotografie, je 40 x 30 cm

Annegret Soltau, aus der Serie Selbst, 1975, Schwarzweißfotografie, je 40 x 30 cm

Annegret Soltau

Das Konstrukt ICH - Das ge-zeichnete Selbst

08.02.17 - 15.03.17

Eröffnung 08.02.17 - 19:00


Soltau ist eine Pionierin auf dem Gebiet der feministischen Kunst und der Body Art, doch erzeugen Ihre Werke bis heute auch Kontroversen. Immer wieder werden Arbeiten von ihr als anstößig empfunden, zensiert, oder aus Ausstellungen entfernt. Im digitalen Zeitalter, in dem das Internet eine anonyme Plattform bietet, scheinen so konkrete und gleichzeitig körperlich nicht normierte Bilder befremdlich. Ihre Werk besticht bis heute durch eine ungebrochene Authentizität.
 
In ihrer Arbeiten zeichnet Soltau Ihr Ich. Doch braucht sie dazu weder Stift noch Papier. Sie benötigt eine Kamera, einen Faden und ihren Körper. Seit mehr als 40 Jahren beschäftigt sich die Künstlerin mit ihrer psychischen und physischen Identität. Dabei bezieht sie auch Ihr Umfeld, ihre Familie und ihre Kinder, immer wieder in Ihre Arbeiten ein.

Kota Ezawa

The Crime of Arts

23.11.16 - 28.01.17

Eröffnung 23.11.16 - 19:00


In der Ausstellung THE CRIME OF ART übersetzt Ezawa historische Kunstwerke, dessen Schicksal einschneidend durch Ihren Raub verändert wurde  und somit nicht mehr der Öffentlichkeit sichtbar sind, in seine eigene künstlerischen Sprache.
 
Ezawa hat aber nicht den Anspruch die verschwundenen Werke und die Umstände dieser Taten aus wissenschaftlicher Sicht so detailgetreu wie möglich zu reproduzieren, sondern sie dienen vielmehr als eine Art Proxy, der beispielsweise stellvertretend für ein verschwundenes Gemälde, oder ein einzigartiges Objekt steht, aber auch eine historische Situation imitieren oder einen räumlichen Kontext reproduzieren kann.
 
Ezawa schafft neue Bilder für ein kollektives Gedächtnis, indem er bewusst z.B. Objekte oder Szenen digital rekonstruiert und mit Hilfe bildbearbeitender Programme abstrahiert. Er schafft somit ein Denkmal für eine Situation, die droht, in der Vergessenheit zu versinken. Außerdem zeigen wir verschiedene Videoanimationen sowie eine Medieninstallation, die ihre Referenz aus dem Werk von Nam June Paik bezieht, bei dem Kota Ezawa in Düsseldorf studiert hat.

Vittorio Nobili, Stuhl, 1995 I Jürgen Klauke, Pro Securitas, 1991, übermaltes Fotounikat

Vittorio Nobili, Stuhl, 1995 I Jürgen Klauke, Pro Securitas, 1991, übermaltes Fotounikat

Favorites II

For Sale

08.09.16 - 08.10.16

Eröffnung 07.09.16 - 19:00


Highlight der Ausstellung FAVORITES II
In der Auseinandersetzung mit der Kunst aus den 60er Jahren incl. ZERO ist die Galerie auf einen unerwarteten Fund gestoßen, den wir zum Saisonstart präsentieren möchten.
 
Bei der Auflösung des Studios von Otto Piene durch seine Witwe in Düsseldorf, wurden noch „Supergouachen“ – so nannte Piene diese Arbeiten  – gefunden. Die Werke waren einfach 40 Jahre im Studio vergessen worden. Es liegt eine Tonbandaufnahme von einem Interview mit Piene vor, aus der zweifelsfrei hervorgeht, dass diese Arbeiten Mitte der 70er bis in die 80er Jahre entstanden sind. Zertifikate seine Witwe Elizabeth Goldring Piene bestätigen ebenfalls die Echtheit dieser Arbeiten. Von den vier Arbeiten ist nur eine signiert und betitelt. Piene hat häufig erst beim Verkauf die Arbeiten signiert, was ein durchaus übliches Verfahren darstellt.

Auswahl der präsentierten Positionen: Jürgen Klauke, Christiane Feser, Lena Ditlmann, Hermann Göpfert, Otto Piene, Carlo Hauner & Martin Eisler, Tommi Parzinger, Yngve Ekström, Vittorio Nobili, Angelo Lelli, Preben Fabricius & Jorgen Kastholm, Martin Schlotz.