«ZURÜCK
Raymond E. Waydelich - Memory Painting, Fotoübermalung, 99 x 102 cm

Raymond E. Waydelich - Memory Painting, Fotoübermalung, 99 x 102 cm

Hommage à Raymond E. Waydelich et Lydia Jacob

22.06.17 - 02.09.17


Der elsässische Künstler Raymond Emile Waydelich (*1938) ist von allem ein bisschen: Ob Krämer, Sammler, Maler, Erzähler, bildnerischer Poet, Objektkünstler, Zauberer - in jeder diese Professionen hat er sich schon einmal ausprobiert. Flohmärkte haben es ihm besonders angetan - als Quelle kreativer Inspiration und zum Frönen unendlicher Sammelleidenschaft. Hier erwarb Waydelich das Tagebuch der 1876 geborenen Schneidergesellin Lydia Jacob. Seither dient ihm ihr Leben als Legendenstoff, sie wird seine erklärte Muse. Immer wieder tritt sie in seiner Bildwelt in Erscheinung. Als mystifizierte Gestalt, als Inspiration, aber auch als Co-Autorin. Lydia Jacob signiert die Arbeiten des Künstlers mit, bildet somit einen festen Bestandteil des auf diese Weise entstandenen fiktiven Künstlerpaares.

Eine andere Konstante im Schaffen Waydelichs sind die Scherenschnitt-Tiere. Ob in seinen Fotoübermalungen, lebhaften und phantasievollen Zeichnungen, Assemblagen, Reliefs oder Metallobjekten, überall finden sich Katzen, Krokodile, Wildschweine, Ziegenböcke und andere zu grotesken, stets fröhlichen Zusammenkünften.

Joe Tilson

Postcards from Venice - Malerei – Papierarbeiten – Skulptur

06.04.17 - 17.06.17


Obwohl Joe Tilson (*1928) sich bescheiden und demütig nie etwas aus dem großen Ruhm machte, ist unumstritten, dass er gemeinsam mit seinen Wegbegleitern Richard Hamilton, Peter Blake, Allen Jones und Ronald B. Kitaj zu den wichtigsten Vertretern der Englischen Pop Art zählt, die in den 1960er Jahren die Kunstszene Londons eroberte. Als Erstem dieser Gruppe junger, aufstrebender Künstlertalente wurde ihm die Ehre zu teil, von einer der weltweit angesehensten Galerien, Marlborough Fine Arts in London, entdeckt und bereits 1962 in einer Einzelausstellung äußerst erfolgreich präsentiert zu werden – noch vor David Hockney. Er leitete damit die „Swinging Sixties“ und den Siegeszug der Pop Art ein, die in den USA durch Andy Warhol, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Roy Lichtenstein, Tom Wesselmann und andere fortgeführt wurde.

Horst Janssen - Armande Béjart, o. J., 33 x 23,3 cm

Horst Janssen - Armande Béjart, o. J., 33 x 23,3 cm

Nummeriert und Handsigniert

Ausgewählte Grafik und Skulptur

26.01.17 - 01.04.17


Die künstlerische Druckgraphik erlebt momentan in der öffentlichen Wahrnehmung eine Renaissance – für Künstler, die in den verschiedenen Techniken eine eigene Ausdruckssprache fanden, war sie aber immer schon von besonderem Reiz. Diese erschaffen damit ganz eigenständige Werke. Sei es Flach-, Tief- oder Hochdruck, sei es die Bevorzugung der grafischen Linie oder der farbigen Fläche, die Möglichkeiten der Techniken sind unerschöpflich, komplex, handwerklich anspruchsvoll.

Die Ausstellung mit dem Titel Nummeriert und handsigniert geht bis in die Graphik der internationalen großen Meister der Klassischen Moderne zurück und präsentiert Werke von Alexander Calder, Man Ray, Pablo Picasso, Marc Chagall und André Masson, auch Lithographien und Radierungen der CoBrA-Künstler Karel Appel, Pierre Alechinsky, Corneille, Asger Jorn und anderen und gibt der zeitgenössischen Druckgraphik weiten Raum: Georg Baselitz beispielsweise betreibt diese mit ebenso viel Engagement wie seine Malerei und schafft beeindruckende, großformatige Holzschnitte und Radierungen.

André Masson - Dévastation, 1956, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm

André Masson - Dévastation, 1956, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm

André Masson - Petite rétrospective entre amis

Malerei, Zeichnung und Skulptur

10.11.16 - 21.01.17


Die Faszination am Werk von André Masson ist ungetrübt: In ihrer nunmehr fünften Ausstellung des großen surrealistischen Malers präsentiert DIE GALERIE eine Auswahl von rund 60 Gemälden, Papierarbeiten und Skulpturen. Das überaus vielseitige Œuvre des Künstlers (1896-1986) wird darin umfassend dargestellt, wobei ein Schwerpunkt auf der Malerei der 1920er und 1930er Jahre liegt, jener Schaffensperiode also, die, angefeuert von den Ideen des Surrealismus, getrieben von den existentiellen Fragen des Lebens, inspiriert von den tragischen Gestalten aus der griechischen Mythologie, seine Bildwelt auch später wesentlich bestimmten.

Johannes Heisig, Aquarium, 2014/15, Öl auf Leinwand, 162 x 220 cm

Johannes Heisig, Aquarium, 2014/15, Öl auf Leinwand, 162 x 220 cm

Johannes Heisig

Mach Dir ein Bild!

08.09.16 - 05.11.16


DIE GALERIE zeigt Johannes Heisig unter dem Titel Mach Dir ein Bild! in seiner zweiten Einzelausstellung. Präsentiert werden neue Arbeiten, darunter komplexe, sehr persönliche Werke, Selbstporträts, Landschaftsdarstellungen, aber auch popkulturelle Motive sowie Stillleben, mit denen er sich seit seinem Umzug aus Berlin im vergangenen Jahr auf das brandenburgische Land in seiner gewohnt expressivimpressionistischen Malweise wieder zunehmend beschäftigt. Zur Ausstellung erscheint der Katalog JOHANNES HEISIG – Selbst und Andere, der die Porträtmalerei dieses faszinierenden Künstlers näher untersucht.