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Tom Geens, YOU'RE THE STRANGER HERE, 2009, S-VHS, digitalisiert, video still, 17 min, © Tom Geens

Tom Geens, YOU'RE THE STRANGER HERE, 2009, S-VHS, digitalisiert, video still, 17 min, © Tom Geens

Fassbinder – JETZT

Film und Videokunst

30.10.13 - 01.06.14


Die Ausstellung veranschaulicht Rainer Werner Fassbinders Aktualität. Viele Themen seiner Filme sind heute so relevant wie zu ihrer Entstehungszeit zwischen 1966 und 1982.

Der Vergleich zwischen Fassbinders Filmen und aktueller Videokunst soll Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede erfahrbar machen und einen neuen Blick auf beide ermöglichen. Die Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler zeigen, was Fassbinders aktive Zeit mit der Gegenwart verbindet, was beide aber auch unterscheidet. Übergeordnet geht es darum, wie das Kino aktuelle künstlerische Medien prägt, sowie um die Frage, inwiefern die Grenze zwischen Film- und Videokunst im digitalen Zeitalter verschwimmt.

Die Videoarbeit TUIN (1998) der in Bangladesch geborene Künstlerin Runa Islam dekonstru-iert und verschärft das Fassbinder’sche Verfahren der Verhinderung der vollständigen Identifikation des Zuschauers mit dem Geschehen, indem sie die Szene verfremdet wieder aufführt. Sie ist neben sechs weiteren in der Ausstellung 'Fassbinder – JETZT. Film und Videokunst' im Deutschen Filmmuseum Frankfurt zu sehen.
Ausschnitte aus Fassbinders Filmen – insgesamt mehr als 60 Filmminuten – verdeutlichen seine Themen und ästhetischen Verfahren. Ihnen vergleichend gegenübergestellt sind die Arbeiten zeitgenössischer Videokünstler. Diese schließen thematisch und ästhetisch an Fassbinders Werk an; sie greifen einzelne Motive heraus, stellen Szenen aus seinen Filmen nach und übertragen seine Themen in die Gegenwart.

Tom Geens (*1970, Belgien) - siehe auch Studiengalerie 1.357
Runa Islam (*1970, Bangladesch)
Maryam Jafri (*1972, Pakistan) - siehe auch Studiengalerie 1.357
Jesper Just (*1974, Dänemark)
Jeroen de Rijke / Willem de Rooij (*1970 Niederlande, †2006, Ghana / *1969 Niederlande)
Ming Wong (*1971, Singapur)

Film Noire!

Ausstellung und Filmreihe

22.06.12 - 14.10.12


Zahlreiche Hollywood-Filme der vierziger und fünfziger Jahre zeigen die amerikanische Gesellschaft von ihrer dunklen Seite. Sie setzen gesellschaftliche Veränderungen im Krieg, den Bruch mit bestehenden Idealen, die Gier nach Geld und ungebremster Freiheit bildlich und atmosphärisch um. Dafür suchte der Film noir, wie diese „schwarzen Filme“ 1946 von dem französischen Filmkritiker Nino Frank getauft wurden, neue künstlerische Lösungen.  In ihren Bildern erzählen die Film noirs von Spannung, Dramatik, Unbehagen, von Verrat und Abhängigkeit, von Aussichtslosigkeit und Niederlage. Ihre Geschichten und ihre Gestaltung brachen mit den Konventionen des klassischen Hollywood-Erzählkinos. Diese markante Ästhetik mit starken Licht-Schatten-Kontrasten, experimentierfreudiger Kameraführung und expressiver Bildgestaltung prägte einen der meist nachgeahmten Stile Hollywoods.